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Der Stern

Der Stern

Es war einmal ein Fischer, der fuhr jede Nacht aufs Meer hinaus, um seine Netze auszulegen. Früh am Morgen kehrte er zurück, dann waren seine Netze voll mit Fischen.

Denn er kannte die Wege, die die großen Fischschwärme nahmen.

Selbst in der tiefsten Nacht fand er seinen Weg. Er sah hinauf zu den Sternen, die über ihm am Himmel standen, und ließ sich von ihnen den Weg zeigen.

Aber einmal kam eine Zeit, da war der Himmel von Wolken verhangen. Dicker Nebel lag über dem Meer, so dass man kaum die Hand vor den Augen sehen konnte.

Weder Sonne noch Mond noch Sterne ließen sich blicken. Das war eine schlimme Zeit. Denn der Fischer konnte nicht hinausfahren.

Tag für Tag hoffte er, dass sich der Nebel bald verziehen würde.

Aber der Nebel blieb.

„Wenn ich wenigstens eine einzigen Stern sehen könnte“, dachte der Fischer, „damit ich übers Meer finde“.

Aber kein einziger Stern schaffte es, den dichten Nebel zu durchdringen.

SternDa fasste der Fischer einen Entschluss. „Ich werde mir einen eigenen Stern machen“, dachte er. Er ging in den Schuppen und schnitzte sich aus einem alten Brett einen großen Stern.

Den hängte er an eine Stange. Die Stange befestigte er an seinem Boot.

Als der Abend kam, ruderte der Fischer hinaus aufs Meer.

Rings um ihn herum war dichter Nebel. Aber vor ihm leuchtet sein Stern.

Er brauchte nur hinter ihm her zu rudern.

Am Morgen bemerkten die anderen Fischer, dass sein Boot nicht an seinem Platz war.

Sie warteten auf ihn.

Aber er kam nicht zurück.

Was nimmst Du aus dieser Geschichte für Dich mit?

Schreib es mir in den Kommentar!

Einen gesegneten Tag für Dich!

Dein André

Teilen und freuen! :-)
André Loibl
 

Gründer von changenow.de & Autor des Buchs "Glücklich sein". Experte für mehr Energie, Lebensfreude, Sönnchen reinlassen und hüpfen. :-)

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Ingeborg ORTNER

Liebe Ande,

ich bin total von der gestrigen Geschichte . Liebe Dein Leben – begeistert.
Du hast es wieder auf den Punkt gebracht.
Ich kann Deine Worte über – die Begeisterung für das Leben zu empfinden-
nur unterstreichen. Ich habe es gelernt, jeden Tag für Kleinigkeiten dankbar zu sein und daduch mehr Lebenqualität zu bekommen.
Umso wichtiger ist es, von Menschen wie Du jemand bist – ab und zu mal eine mentale Hand zu spüren und zu hören – mach weiter so, auch wenn deine Umwelt eine andere Sprache spicht – du bist auf dem richtigen Weg.
Ich danke dir vielmals. Wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest.
lg. Inge

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Kathrin Haupt

Lieber André,
Danke das es Dich gibt. Du bist ein wunderbarer Mensch, aber Deine heutige Geschichte, ist nicht so einfach zu verstehen. Da ich auf Arbeit bin kann ich auch nicht darüber nachdenken. Für den ersten Moment war ich sehr traurig, aber vielleicht ist er ja doch an einem Ort angekommen, wo er schon immer hin wollte oder er ist einfach dort wo sein wirkliches zuhause ist. …….
Ich wünsche Dir eine schöne Weihnacht. Anbei ein Geschicht, die mich dieses Jahr Weihnachten sehr inspiriert hat und die ich überall hingeschickt habe.

Liebe Grüße Kathrin

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „ Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie liebhaben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „ Aber, aber Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!“

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

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