7

Eine frische Perspektive (Teil 2 von 3)

Huhu!

Im 1. Teil haben wir darüber gesprochen, wie wir mit der „Chancenbrille“ viel mehr Möglichkeiten in unserem Leben wahrnehmen können. Wir können alles lernen und werden, was wir sein wollen.

Heute gebe ich Dir eine 2. andere Perspektive, die Dir dabei helfen kann, wirklich dort anzukommen, wo Du hinwillst.

Curious dog

Kaffee am Start? Dann geht‘s los!

Es ist nicht so wichtig, wo Du herkommst. Wichtig ist, wo Du hingehst.

Viele Menschen definieren sich über Ihre Vergangenheit und die Dinge, die sie erlebt haben. Vielleicht haben sie in der Vergangenheit Mißerfolge erlebt (oder etwas, das sie dafür gehalten haben) und sich deswegen entschieden, dass es besser ist für sie, „klein zu spielen“ – „den Ball flach zu halten“ – „nicht zu viel zu erwarten, um nicht enttäuscht zu werden“

Das sind normale menschliche Reaktionen. Doch sie schränken uns in dem ein, was wir werden können. Denn das, wo wir jetzt sind, ist nur die Startrampe für so viel mehr in unserem Leben. Wir haben grade erst angefangen.

All das war nur Vorbereitung, um uns an diesen Punkt zu bringen. An diesen Punkt, an dem wir wirklich loslegen können. Wo wir frisch starten können.

Dafür müssen wir jedoch eine wichtige Entscheidung treffen – und das ist keine einfache Entscheidung. Doch wenn Du diese Entscheidung treffen kannst, dann wirst Du erstaunt sein, mit welchem Raketentempo Du vorwärts kommen kannst…

Are you ready?

Bevor es weitergeht, drücke auf Play und pack Dir Richard Ashcroft auf die Ohren. Es ist auch erlaubt, die Anlage weiter aufzudrehen…

Stelle Dir jetzt ganz ernsthaft die Frage:

Bist Du bereit, Deine jetzigen Glaubenssätze zu hinterfragen?

Bist Du bereit, die Person, die Du jetzt bist, loszulassen, um die Person zu werden, die Du wirklich sein könntest?

Bist Du bereit, all Deine Einschränkungen los zu lassen? All die Schuldzuweisungen aus der Vergangenheit – all die Machtlosigkeit, all das „Ich kann ja nicht…“ wirklich los zu lassen? All das, was wir uns gerne an Rechtfertigungen basteln, um nicht die mutigen Schritte machen zu müssen?

Bist Du bereit, einen Neustart zu machen? Von hier aus, wo Du jetzt bist? Wenn Du all das los lassen würdest, was Dich bisher immer eingeschränkt und zurückgehalten hat – wie würdest Du Dich dann fühlen? Macht das Angst? All das aufzugeben, was Du für „wahr“ gehalten hast?

Falls es Dir keine Angst macht, dann kannst Du Dir sicher sein, dass Du noch nicht tief genug gegangen bist…

Natürlich macht es Angst. Unser bisheriges Leben ist auf den Dingen aufgebaut, die wir glauben und die wir für wahr halten. Wir identifizieren uns mit dem, was wir denken und glauben – und nur der Gedanke daran, das für einen Moment los zu lassen, kann große Angst machen.

Größer als die Angst

Doch Du kannst größer sein als die Angst! Denn nichts in dieser Welt ist in Stein gemeißelt. Auch Deine Angst nicht. Du kannst testen, wie es ist, wenn Du zum Beispiel einen einschränkenden Glaubenssatz in etwas für Dich nützliches umwandeln kannst.

Angst ist kein sehr guter Ratgeber. Meistens hält sie uns nur davon ab, die wirklich wichtigen Dinge zu tun: Uns den anderen Menschen wirklich zu öffnen. Die Wahrheit zu sagen. Zu dem zu stehen, was wir wollen.

Du kannst eine Entscheidung treffen. Triff die Entscheidung, über Deine Angst hinauszuwachsen. Das muss nicht von heute auf morgen passieren. Doch es ist ein Prozess, der jeden Tag Deine Aufmerksamkeit verlangt. Jeden Tag etwas mutiger sein. Jeden Tag Deine Vergangenheit etwas mehr loslassen.

Jeden Tag Deinen Fokus immer mehr darauf zu legen, wo Du hin willst in Deinem Leben.

Mach Dir ein ganz genaues Bild davon, wo Du hinwillst – was Deine große Vision im Leben ist – und dann stelle Dir die eine nützliche Frage:



Was kann ich tun, um dort anzukommen?

Beschäftige Dich nicht zu sehr mit den Dingen aus Deiner Vergangenheit „Das hat ja damals schon nicht geklappt…“ – „Ich konnte ja noch nie…“ – „Was wird denn … denken, wenn ich auf einmal … ?“

Es ist nicht wichtig, wo Du herkommst. Es zählt, wo Du hingehst.

Du kannst jetzt in der Gegenwart die Entscheidung treffen, Deine Vergangenheit mit Ihren Einschränkungen immer mehr loszulassen, um eine Zukunft zu haben, die sich auch lohnt.

Und wie Du eine Strategie dafür findest – das zeige ich Dir morgen in dem nächsten Teil dieser Serie..

Für heute beginne damit, Dir die andere Frage zu stellen:

Was kann ich tun, um dort anzukommen, wo ich wirklich hinwill?

Und triff in der Gegenwart die Entscheidung, die Einschränkungen aus Deiner Vergangenheit loszulassen, um frei in Deine Zukunft zu starten.

Denn das, wo Du jetzt bist, ist nur die Startrampe für so viel mehr.

Bis morgen!

Dein André

Teilen und freuen! :-)
André Loibl
 

Gründer von changenow.de & Autor des Buchs "Glücklich sein". Experte für mehr Energie, Lebensfreude, Sönnchen reinlassen und hüpfen. :-)

Click Here to Leave a Comment Below 7 comments
Daniele Cipriano

Hallo Andre,

Ich bin zu dem Menschen geworden, nur weil ich in meiner Vergangenheit Erfahrungen gemacht habe bzw. nicht gemacht habe. Mein heutiges Ich ist das Ergebnis meiner Lebenserfahrungen.
Wie kann ich das aufgeben? Würde ich mich selber nicht zum Teil aufgeben?

Ich hätte Angst, Angst, dass ich nicht nur meine Schwächen aufgebe, sondern auch meine guten Seiten.

Ich bin ein Mensch der viel denkt, wenn ich das aufgeben würde um endlich zu handeln. So würde ich auch mein Analysieren aufgeben. Und dieses Analysieren finde ich an mir gut.

Ich kam auch mal auf den Gedanken, meine Glaubenssätze einfach mal zu hinterfragen, vor allem weil es nur Spinnereien in meinem Kopf sind und kein Kopf und Fuß haben, wenn ich sie umsetzen würde.

Es gibt doch auch das Gleichnis mit dem Elefanten, der seit er klein war an der Kette angekettet wurde. Als er klein war, hatte er nicht die Kraft von der Kette los zu kommen. Nun ist er groß und denkt immer noch, dass er keine Kraft hat von der Kette zu loszukommen.

Oder auch das Gleichnis mit dem Flo. Ein Flo springt in die Höhe und schafft einen halben Meter. Wenn man über einen Flo ein Glas rüber macht, springt er paar Mal stößt sich den Kopf und denkt „weiter komme ich nicht“. Nimmt das Glas weg, springt er nur noch bis zur „Decke“ des Glases, das nicht mehr da ist.

Natürlich muss man nicht nur die Angst überwinden um dort hinzukommen, wo man will. Man muss sich auch anstrengen. Es ist also kein Zuckerschlecken.

Aber was ist einem wichtiger?
Glaubenssätze hinterfragen, schön und gut, aber bitte auch im Praktischen und danach handeln, nicht nur überlegen ob es so stimmt oder nicht.

Reply
    André Loibl

    Hallo Daniele,

    ich glaube nicht, dass Du Dich selbst dabei aufgibst – eher im Gegenteil: Du findest einen Teil von Dir wieder, der sich danach sehnt, auch gelebt zu werden.

    Es geht nicht darum, weniger zu werden. Durch das Loslassen von alten Dingen, die uns bis jetzt belastet haben, können wir freier atmen, haben mehr Energie – und können mehr von den Dingen tun, die wir wirklich tun wollen.

    Oft glauben wir von uns, gewisse Dinge nicht zu können. Und wir haben auch super Gründe – ja häufig sogar „Beweise“ dafür, dass wir etwas nicht können. Doch was wäre, wenn diesen Glauben loslassen würden?

    Wenn wir das loslassen können, was wir für wahr halten – was uns aber nur klein hält?

    Was ist, wenn der Floh aufhört zu glauben, dass er nicht höher springen kann als bis zur Decke des Glases? Was, wenn er sich an seine wirklichen Fähigkeiten erinnern würde – um dann so hoch zu springen, wie er will?

    Loslassen von alten Dingen kann sehr weit führen…

    Einen ganz lieben Gruss,

    André

    Reply
      Daniele Cipriano

      Hallo André,

      ja klar, dann kann der Flo höher springen.

      Aber aufgeben was man ist um das Risiko einzugehen, was man sein könnte. Das fällt vielen Menschen doch schwer. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach ist da wohl der Spruch der meisten Menschen.

      Woher weiss ich, wer diese Person in der Zukunft ist und ob sie mir auch gefallen wird.

      Reply
        André Loibl

        Hallo Daniele,

        ich habe die Erfahrung gemacht, dass mit jedem Wachsen etwas Gutes in mein Leben gekommen ist.

        Und Du veränderst Dich ja nicht so, dass Du Dich nachher nicht mehr magst. Das würde ja keinen Sinn machen!

        Die Frage lautet: Bist Du bereit, die Einschränkungen aus Deiner Vergangenheit loszulassen, um als Mensch wachsen zu können? Um zu dem Menschen zu werden, der Du wirklich sein willst?

        Oder um mit einem Bild zu sprechen:

        Wenn Du in der Vergangenheit einen Rucksack mit 20 Kilo Wackersteinen mit Dir rumgeschleppt hast – und diese Steine haben nichts für Dich getan außer Dich zurückzuhalten.

        Denn natürlich kommst Du mit 20 Kilo auf dem Rücken nicht so weit – als wenn Du einfach frei laufen könntest!

        Bist Du dann bereit, diese Steine wirklich loszulassen und abzustellen?

        Auch wenn Du sie schon Dein ganzes Leben lang kennst?
        Auch wenn sie Dich bis jetzt immer begleitet haben?

        Das ist die spannende Frage, die Du Dir stellen kannst!

        Viele liebe Grüße und einen tollen Tag für Dich!

        André

        Reply
Barbara Prien

Lieber Andre,

ich danke Dir sehr für Deinen Sonntags Blog.
Es tut gut, sich immer wieder die RICHTIGEN Gedanken über seine
Zukunft zu machen und dabei ist Deine Serie „Eine frische Perspektive“
tatsächlich eine große Hilfe.
DANKE
Barbara

Reply
Volker

Schönen Sonntag für Dich, André

Vielen Dank für Richard Ashcroft. Diese Art von Musik gefällt mir.
Werde es mir gleich auf’s Handy holen.

Die Umschreibung von Dir, daß dieses Leben nur eine „Startrampe für
so viel mehr“ ist, passt hervorragend. Darüber sollten die Menschen dieser Zeit nachdenken. Wir alle haben ja schon viele Male gelebt. Es wird Zeit, daß wir endlich Entscheidungen treffen, die uns da hinbringen, wo wir schon längst sein könnten.

Sonnige Grüße
Volker

Reply
Seb

ach herrlich.

Das war der perfekte Start in den Sonntag =) DANKE !

Ich freue mich schon riesig auf die nächste Email.

Bitte erstell noch weitere Email Serien. Sie sind so erfrischend und „spannend“ … es macht einfach Spaß jeden Tag sein Postfach zu öffnen mit der Hoffnung eine Mail von Dir bekommen zu haben

Reply

Leave a Reply: