Glückstip August von Ella Kensington

Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute den Glückstip von Bodo Deletz (alias Ella Kensington) bekommen. Und der ist wirklich fantastisch!
Deswegen teile ich ihn heute mit Dir!

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und falls Du noch nicht im Newsletter von Bodo eingetragen bist, dann wird es höchste Zeit!

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Alles Liebe und ab hier übergebe ich an Bodo:

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, ihr habt meinen Glückstipp des Monats Juli vermisst! Ich bin leider
nicht dazu gekommen, einen zu schreiben. Asche auf mein Haupt! Ich hatte mich
zum Buchschreiben zurückgezogen, damit /Robin und das Positive Fühlen/ im Herbst
auch wirklich auf den Markt kommen kann. Wieder einmal sind neue Erkenntnisse
aufgetaucht, die unbedingt ins Buch integriert werden mussten, daher habe ich
das Buch noch einmal komplett überarbeitet. Robin wird einschlagen wie eine
Bombe, da bin ich sicher!
Wider Erwarten sind übrigens noch Plätze im Camp frei. Wir hatten schon Angst,
unsere Platzknappheit würde bei vielen von euch Unmut aufkommen lassen, weil wir
der Hälfte der Interessenten absagen müssen. So schlimm wird es dann
glücklicherweise wohl doch nicht. Bis jetzt sind nur die Einzelzimmer mit
Meerblick ausgebucht. Alles andere ist noch möglich. Wenn ihr also dabei sein
wollt, könnt ihr euch unter nachfolgendem Link anmelden.
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Und nun viel Spaß mit dem Glückstipp des Monats August

Missverständnisse
Wie viele Stunden des Tages verbringst du tatsächlich mit echten Glücksgefühlen?
Was schätzt du?
Die meisten Menschen kommen nicht einmal auf eine halbe Stunde pro Tag!
Stell dir bitte mal folgende Situation vor: Du bist gestorben und stehst nun vor
der Himmelstür. Petrus kommt dir entgegen und eröffnet dir, dass er dich leider
nicht reinlassen kann. Nicht bevor du nicht gelernt hast, alles Positive in
deinem Leben wirklich wahrzunehmen und wertzuschätzen. Schließlich willst du in
den Himmel und da sollte man das Positive schon wertschätzen können!
Petrus gibt dir also noch eine letzte Chance. Du darfst eine Woche zurück in
dein Leben, um zu beweisen, dass du alles Positive in deinem Leben wirklich zu
schätzen weißt. Wie viele Stunden pro Tag würdest du in dieser Woche mit dem
Wahrnehmen von Positivem und damit mit Glücksgefühlen verbringen?
24 Stunden, oder?! Und wieso kamst du dann bisher nur auf eine halbe Stunde pro
Tag?
Die Standardantwort auf diese Frage lautet: Weil es ständig etwas Negatives gab,
was man vermeiden oder bekämpfen musste.
Ich habe in meinem letzten Glückstipp (Realitätsgestaltung Teil 3) sehr
ausführlich über die vier Negativmodi Kampf-, Flucht-, Vermeidungs- und
Todstellmodus berichtet. Diese Negativmodi werden durch unsere Beurteilungen
aktiviert.
Beurteilen wir etwas als Gefahr, finden wir uns innerhalb weniger Augenblicke im
Fluchtmodus wieder, was sicherlich nicht immer sinnvoll ist. Ich erinnere an das
Beispiel mit der mündlichen Prüfung. Wenn wir hier die Gefahr sehen, dass wir
durchfallen könnten, bringt unser Emotionalgehirn uns in den Zustand, der für
Gefahren seit Millionen von Jahren vorgesehen ist: in den Fluchtmodus. Unsere
geistige Leitungsfähigkeit wird in diesem Modus so stark runter gefahren, dass
wir nicht mehr klar denken können. Wir sollen ja auch nicht denken, wir sollen
weglaufen!
Beurteilen wir etwas als negativ, wird unser Emotionalgehirn uns sofort in den
Kampfmodus bringen, um das Negative zu bekämpfen. Welche Auswirkungen das
innerhalb einer Partnerbeziehung haben kann, habe ich in meinem letzten
Glückstipp beschrieben.
Wir bekämpfen jedoch nicht nur die Menschen, die wir eigentlich lieben, sondern
auch leblose Gegenstände wie Computer, die gerade abgestürzt sind, wir bekämpfen
schlechte Gefühle, was sie natürlich noch schlechter macht, wir bekämpfen unsere
Lebensumstände, als könnten wir das Soll auf unserem Bankkonto durch Ablehnung
vertreiben.
Die meisten Menschen verbringen den überwiegenden Teil des Tages im Kampfmodus,
was nicht nur sehr unglückliche Gefühle nach sich zieht sondern auch erhebliche
Nachteile in allen zwischenmenschlichen Bereichen.
Beurteilen wir uns als machtlos, bringt unser Emotionalgehirn uns in den
Todstellmodus. Das kann ziemlich übel ausgehen, wenn wir gerade am Steuer
unseres Autos sitzen und anstatt eine Vollbremsung zu machen, uns nicht mehr
bewegen können. Das Gefühl der Machtlosigkeit ist jedoch auch in allen anderen
Lebensbereichen eine totale Erfolgsbremse. Es wäre also ratsam, diesen Modus nur
dann zu aktivieren, wenn er wirklich sinnvoll ist. Genauso sieht es mit den
anderen Überlebensmodi auch aus.
Der Kampfmodus macht nur Sinn, wenn du tatsächlich körperlich kämpfen musst. Der
Fluchtmodus macht nur Sinn, wenn du wirklich vor einem wilden Tier weglaufen
musst, sowie der Todstellmodus nur Sinn macht, wenn es zum Weglaufen zu spät ist
und du nur noch durch Todstellen vermeiden kannst, dass ein Raubtier dich
auffrisst. Der Gefahrenvermeidungsmodus ist nur dann sinnvoll, wenn es
tatsächlich eine akute Gefahr für dein Überleben gibt. In allen anderen
Situationen, wo du diese Negativmodi aktivierst, bringen sie erhebliche
Nachteile und machen dich unglücklich.
Dem Emotionalgehirn geht es beim Einsatz der Negativmodi immer nur um die
Erfüllung und Absicherung der sieben Grundmotive des Menschen. Alles andere
interessiert es überhaupt nicht.
Diese sieben Grundmotive, von denen ich in meinen Büchern und den Glückstipps
immer wieder schreibe, wurden vor einigen Jahren von uns mehr aus Zufall
entdeckt. In den Jahren 2000 bis 2002 gehörte es zu unserem Glückskonzept, die
persönlichen Probleme und Ziele unserer Teilnehmer neutral – also nicht
suggestiv – zu hinterfragen. Wir stellten dabei fest, dass hinter jedem Problem
ein noch elementareres Problem und hinter jedem Ziel ein noch höheres Ziel steckte.
Nach ca. drei Jahren und in etwa 3000 befragten Teilnehmern kristallisierte sich
unmissverständlich heraus, dass alle genannten Probleme und Ziele immer wieder
auf die gleichen sieben elementaren Zielsetzungen zurückführten. Die sieben
Zielsetzungen, denen wir aufgrund ihrer elementaren Natur die Bezeichnung
Grundmotive gaben.
Wir betrieben also in diesen drei Jahren Grundlagenforschung, ohne uns dessen
tatsächlich bewusst zu sein. Wir legten auch keinen Wert darauf,
wissenschaftlich anerkannt zu werden, denn wir wollten einfach nur ein
funktionierendes Glückskonzept entwickeln. Daher wurde unsere Studie nicht nach
wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt und auch nicht ausreichend
dokumentiert. Ein paar Jahre später wäre es zwar schön gewesen, wissenschaftlich
anerkannt zu werden, aber wir hatten einfach keine Lust dazu, den hohen Aufwand
zu betreiben, der dazu notwendig gewesen wäre.
Rückblickend hätten wir es vielleicht doch tun sollen. So langsam tauchen
nämlich immer mehr wissenschaftliche Studien auf, in denen unsere Grundmotive
Stück für Stück entdeckt werden. Die jeweiligen Wissenschaftler sind mächtig
stolz auf ihre Entdeckungen, obwohl ihre Erkenntnisse noch sehr oberflächlich sind.
Ich möchte zu gerne die Gesichter dieser Leute sehen, wenn sie ein Buch von mir
in die Hand kriegen, in denen sie dann lesen können, dass wir diese Grundmotive
sehr viel exakter und differenzierter vor mehr als fünf Jahren schon entdeckt
haben! Und auch, wenn sie erfahren, dass wir unsere interne Studie mit mehr als
3000 Menschen durchgeführt haben! Solch gigantische Studien sind nämlich sehr
selten in der Welt der Wissenschaft. Sie wären auch kaum bezahlbar. Die meisten
Wissenschaftler sind froh, wenn sie für ihre Studien ein paar Duzend Probanden
zusammen bekommen. Bei dieser geringen Anzahl sind die Ergebnisse jedoch noch
sehr ungenau.
Aber zurück zu den sieben Grundmotiven! Die meisten Menschen verbringen den
größten Teil des Tages in einem der vier genannten Negativmodi. Schauen wir uns
einmal an, wie oft es im letzten Jahr aus der Sicht deines Emotionalgehirns
tatsächlich einen Grund gab, einen dieser Modi zu aktivieren.
Was schätzt du? Wie häufig bestand im letzten Jahr eine ernsthafte Gefahr, dass
du verhungern könntest?
Und wie häufig bestand die Gefahr, dass du erfrieren musst?
Und wie häufig wurdest du fast erschlagen oder von einem wilden Tier gefressen?
Wie häufig wurdest du tatsächlich deiner Freiheit beraubt – also entführt,
eingesperrt, erpresst oder gewaltsam genötigt? Nur das interessiert dein
Emotionalgehirn, wenn es um das Grundmotiv Freiheit geht. Es will Gefahren für
dein Überleben vermeiden. Es interessiert sich dabei nicht für die Zickereien
eines anderen Menschen, die du fälschlicherweise auch als Einschränkung deiner
Freiheit beurteilen könntest. Es geht ihm um die gewaltsame Beraubung deiner
Freiheit. Wie häufig kam das also vor im letzten Jahr?
Dein Emotionalgehirn interessiert sich wie gesagt nur für Lebensgefahren. Das
gilt auch für die beiden Grundmotive, Menschen zu finden, die zu dir passen und
bei diesen Menschen erwünscht zu sein. Bei Herdentieren sind diese beiden
Grundmotive überlebenswichtig. Werden sie aus dem Rudel ausgestoßen, haben sie
alleine in der Wildnis kaum eine Überlebenschance. Der Mensch ist in seinem
Ursprung ebenfalls ein Herdentier.
Wie viele Male wurdest du also fast aus der Gesellschaft ausgestoßen oder
gewaltsam in die Wildnis verbannt? Wie oft bestand die tatsächliche Gefahr, dass
du bis zum Ende deines Lebens ganz alleine ohne jegliche menschliche Kontakte
leben musst?
Ich vermute sehr stark, dass deine Antworten ähnlich ausgefallen sind, wie die
meiner Seminarteilnehmer. Deine Grundmotive waren im letzten Jahr kein einziges
wirklich gefährdet!
Als mir das zum ersten Mal klar wurde, wurde mir regelrecht schlecht. Es gab in
meinem gesamten Leben so gut wie nie eine Situation, die aus der Sicht meines
Emotionalgehirns tatsächlich ein Problem darstellte! Das heißt, es gab kein
einziges Mal einen echten Grund für einen Negativmodus! In all den Situationen,
in denen ich mich schlecht gefühlt hatte, war ich tatsächlich völlig sinnlos in
einem falschen Modus und musstest zusätzlich zu diesen unglücklichen Gefühlen
auch noch die teilweise erheblichen negativen Konsequenzen dieser Negativmodi
tragen.
99,99 Prozent aller schlechten Gefühle sind tatsächlich nur Missverständnisse
seitens des Emotionalgehirns. Wir bringen es ständig mit Negativbeurteilungen
völlig sinnlos dazu, etwas bekämpfen oder meiden zu wollen, was man weder
bekämpfen noch meiden kann. Wir verarschen uns damit tatsächlich die ganze Zeit
ständig selbst. Ich denke es ist an der Zeit, wirklich damit aufzuhören!
Zwei Dinge solltest du dir abgewöhnen, mit denen du dein Emotionalgehirn ständig
in die Irre führst: Beurteile nie wieder etwas als Gefahr, was in Wirklichkeit
gar keine Gefahr für deine Grundmotive und damit dein Überleben ist! Und
beurteile nie etwas als schlecht, was aus der Sicht deines Emotionalgehirns gar
nicht wirklich schlecht ist! Wenn du das schaffst, wirst du keine unsinnigen
Negativmodi und damit auch keine unsinnigen schlechten Gefühle mehr erleben. Das
bedeutet, du wirst dir 99,99 Prozent aller schlechten Gefühle sparen können.
Stattdessen wirst du in all diesen Situationen glückliche Gefühle erleben.
Die Voraussetzung, um dies umsetzen zu können, besteht darin, dein
Emotionalgehirn besser kennen und verstehen zu lernen. Einen anderen Weg gibt es
nicht. Solange deine Beurteilungen falsch verstanden werden, wirst du falsche
Modi aktivieren.
Das Positive Fühlen gibt uns eine starke Tendenz zur positiven Beurteilung und
ist damit von unschätzbarem Wert, da es auf einfachste Art und Weise viele
Missverständnisse vermeidet. Man kann damit mit sehr wenig Aufwand einen
gewaltigen Sprung in Richtung Glück machen.
Will man jedoch mit der Selbstverarschung komplett aufhören und alle
Missverständnisse zwischen Emotionalgehirn und Großhirn ausräumen, kommt man
nicht daran vorbei, sein eigenes Gehirn besser kennen und verstehen zu lernen.
Aus diesem Grund habe ich das kommende Camp als Entdeckungsreise zur Quelle
unserer eigenen Emotionen konzipiert. Ich finde es ungemein spannend, diese
Quelle zu ergründen und freue mich über jeden, der dabei sein möchte. Gemeinsam
werden wir mal wieder der Wissenschaft ein paar Jahre voraus sein!
Ich wünsche dir alles Liebe und einen schönen Sommer

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)

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Alle Glückstipps, die seit November 2005 versendet wurden, findest du auf
www.ella.org unter dem Button */Glückstipps/*.

Teilen und freuen! :-)
André Loibl
 

Gründer von changenow.de & Autor des Buchs "Glücklich sein". Experte für mehr Energie, Lebensfreude, Sönnchen reinlassen und hüpfen. :-)

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