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Herzmomente

„Im Leben eines jeden Menschen kommt die Zeit
in der er berührt wird
von der Liebe Gottes – oder der
Schönheit eines anderen Menschen“
Frei nach RZA

Hey und ein sehr herzliches Huhu!

Ich habe eine tolle Idee! Lass uns zusammen ein Buch machen! Aber nicht irgendein Buch – sondern ein Buch, das die Menschen inspiriert und sie weiter bringt.

Herzmomente

Unser Arbeitstitel für das Buch lautet „Herzmomente“. Es soll eine Sammlung von Geschichten und Momenten werden. Momente, die Dein Herz berührt haben. In denen etwas ganz besonderes in Dir passiert ist. Momente, in denen Du glücklich warst… vielleicht weil Du so voller Liebe warst – oder weil Du einfach im Jetzt und Hier sein konntest – oder weil Du dankbar warst.

So kannst Du dazu beitragen, diese Welt etwas bunter und schöner zu machen. Du kannst mit Deinen Geschichten Menschen inspirieren und Ihnen ein paar glückliche Momente schenken. Momente von Herz zu Herz.

Herzmomente

So könnte unser gemeinsames Buch "Herzmomente" aussehen...

Kleine und große Geschichten.

In unserem gemeinsamen Buch haben Dinge Platz wie das wunderschöne Gefühl der Stille, das Du empfunden hast, als Du einfach nur für eine halbe Stunde in den Himmel geschaut hast. Einfach nur die Wolken betrachten – die Weite in Dir aufnehmen.

Hier ist ganz viel Platz für Dankbarkeit. Vielleicht bist Du dankbar, weil Du heute mit wundervollen Leuten zu tun hattest. Oder Du empfindest große Dankbarkeit für das Leben, wie Du es leben kannst. Vielleicht war es auch eine ganz andere Sache, die Dir so ein großes Gefühl der Dankbarkeit schenken konnte…

Erzähle die Geschichte, wie Du Deine große Liebe kennen gelernt hast. Erzähle von der Geburt Deiner Kinder. Suche Dir Momente und Geschichten, die Dich bewegt haben. Momente, die Dein Herz berührt haben.

Was bringt Dir das?

Es erinnert Dich an die wunderschönsten Momente in Deinem Leben. Du kannst Dich an all die kleinen und großen Gelegenheiten erinnern, an denen Du Dich so richtig gut gefühlt hast. Wo Dein Herz geleuchtet hat. Wo Du bis über beide Backen gestrahlt hast!

Glückliche MomenteVielleicht kannst Du Dich sogar jetzt an eine solche Situation erinnern… erinnere Dich einmal an einen Moment aus Deiner Vergangenheit – vielleicht ist es sogar etwas, an das Du länger nicht gedacht hast… etwas, das so ein gutes Gefühl in Dir auslösen kann… und bei dem das Lächeln auf Deinem Gesicht immer grüßer werden kann… Ja, genau so eine Situation… und vielleicht willst Du noch tiefer hinein gehen… die inneren Bilder größer machen, sie lebendiger machen – denn Du weißt, so können die guten Gefühle noch stärker werden – jetzt – stell Dir mal vor, wie es wäre, Dich noch einmal so gut zu fühlen…

So als würdest Du dieses gute Gefühl jetzt wahrnehmen können und merken, wie es immer stärker werden kann… wie es Dich umsprudeln und durchfliessen kann… wie es lustig um Deine Mittelachse kreisen kann… einfach, weil es so schön ist… und weil es gut ist, sich gut zu fühlen…

Teile diese Momente – schreibe sie auf – und sei ein Teil von „Herzmomente“. Yippieh!

Außerdem leistet Du so einen ganz wichtigen Beitrag dazu, dass sich auch andere Menschen so fühlen können. Wenn Du von Deinen glücklichen Herzmomenten erzählst, dann gibst Du anderen Menschen die Chance, auch daran teil zu haben.

Du schenkst anderen Menschen gute Gefühle, Du schenkst Hoffnung – und Du kannst anderen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern…

Wie funktioniert das genau?

Ganz einfach! Schreibe einfach unten in den Kommentar Deine Geschichte. Es spielt keine Rolle, wie lang sie ist. Ob 5 Sätze oder 500 Sätze. Erzähle Deine Geschichte. Erzähle die Geschichte von Deinem Herzmoment.

Schreibe auch unter die Geschichte, wie Du im Buch genannt werden willst. Mit Deinem Vornamen – mit Deinem ganzen Namen – mit Deiner Website – mit einer kurzen Vorstellung wie „Mein Name ist Peter Müller und ich…“ – schreib es so rein, wie Du es lesen willst. So kannst Du nebenbei auch eine ganze Menge Menschen mit Deinem Geschäft erreichen.

Diese Geschichten werden dann – schön layoutet natürlich – in einem Buch veröffentlicht. In einem Buch, mit dem wir Menschen berühren können. In dem wir unsere Herzmomente teilen – und so auch das gute Gefühl mit diesen Menschen teilen.

Fast so als würden wir rumlaufen, unsere guten Gefühle in unsichtbare Schneebälle packen und den Menschen anwerfen! Immer dann, wenn sie grade nicht hingucken…;-)

Was hältst Du davon? Bist Du dabei?

Es gibt immer Menschen, die denken, dass sie „nicht gut schreiben“ können. Dabei sind das meistens die Menschen, die sehr authentisch sind. Weil sie Ihre Geschichten so erzählen, wie sie in Ihrem Herzen sind – und nicht stundenlang versuchen, die richtige Formulierung zu finden.

Falls es Dir nicht so leicht fällt, loszuschreiben, dann kannst Du Deine Geschichte auch einfach erzählen und auf ein Tonband aufnehmen. So entstehen oft die besten Geschichten! Einfach das Tonband (oder auch ein moderneres Gerät) vor Dich hinstellen und Dir vorstellen, Du würdest diese Geschichte einem Freund – oder einer Freundin erzählen.

Dann kannst Du nachher einfach das Tippen, was Du aufgenommen hast. Du wirst erstaunt sein, wie gut das ist – und wie einfach das geht! Probiers mal aus!

Was ist jetzt zu tun?

Ganz einfach:

Mitmachen! :-)

Mitmachen!

Teile einen ganz besonderen Moment. Teile einen Herzmoment. Einen Moment, in dem Du so richtig glücklich warst. In dem Du tiefe Dankbarkeit empfunden hast. Einen Moment, der Dich tief in Deinem Herzen berührt hat. Teile diesen besonderen Moment. Mache ihn ewig – teile ihn mit der Welt und mach mit bei der Bewegung „Herzmoment“.

Schreibe dazu jetzt Deine Geschichte in den Kommentar.

Ich freue mich schon riesig auf Deine Geschichte – und auf unser gemeinsames Buch! Yippieh!

Hab einen wundervollen Tag und viiiiiiel Spaß beim Schreiben!

Dein André

P.S.: Verbinde Dich einfach hier mit Facebook – dann bleibst Du immer auf dem Laufenden, was unser erstes gemeinsames Buch gerade macht!

P.P.S.: Lade auch Deine Freunde (die im echten Leben – und auch alle auf Facebook, Twitter und Google+) ein, bei diesem Buch mitzumachen. Lass uns zusammen etwas bewegen! Yeah!

Teilen und freuen! :-)
André Loibl
 

Gründer von changenow.de & Autor des Buchs "Glücklich sein". Experte für mehr Energie, Lebensfreude, Sönnchen reinlassen und hüpfen. :-)

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Roswitha Uhde

Hallo André, das ist eine tolle Idee, dein Projekt Herzmomente. So auf die Schnelle fällt mir jetzt keine eigene Geschichte ein, aber ich hatte mit Sicherheit schon einige Herzmomente die ich in dein Buch einfließen lassen könnte. Na, mal sehen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg damit, dass du viele Menschen mitreißen und begeistern kannst.
Alles Liebe
Roswitha Uhde

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Susanne

Beflügelnde Magie ;-)))Seit ich denken kann, habe ich eine sehr tiefe und innige Verbindung zu Tieren. Meine Kindheit hat mich in diese Richtung geprägt und bis heute ist es immer wieder ein wunderbarer Moment für mich, wenn ich mit Tieren in Kontakt trete. Vor gut 9 Jahren habe ich mir einen großen Kindheitstraum erfüllt. Meinen eigenen Hund. Er ist seither mein ständiger Begleiter und wir haben sehr viel gemeinsam erlebt und durchlebt ;-)) und er spürt schon vor mir, wenn etwas ganz Besonderes passiert….Vor einigen Wochen war ich auf einem Seminar an dem folgende Geschichte erzählt wurde:Fabel: „Der Kampf“ Ein Mann fand einen Schmetterlingskokon und nahm ihn mit nach Hause, um den Schmetterling schlüpfen zu sehen. Eines Tages wurde eine kleine Öffnung sichtbar. Während mehrerer Stunden kämpfte der Schmetterling, doch es schien, als könne er seinen Körper nicht über einen bestimmten Punkt hinaus bringen. Da glaubte der Mann, dass etwas nicht richtig sei, und nahm eine Schere, um den Rest des Kokons aufzuschneiden. Der Schmetterling schlüpfte mit Leichtigkeit heraus: ein großer, aufgedunsener Körper mit kleinen, schrumpeligen Flügeln. Der Mann dachte, dass sich die Flügel in ein paar Stunden zu ihrer natürlichen Schönheit entfalten würden, doch es geschah nicht. Anstatt sich in ein Geschöpf zu verwandeln, das frei war zu fliegen, verbrachte der Schmetterling sein Leben damit, einen geschwollenen Körper und aufgedunsene Flügel mit sich herumzuschleppen. Warum? Der enge Kokon und der Kampf der nötig ist, um durch die enge Öffnung hindurch zu schlüpfen, sind der Weg der Natur, Flüssigkeit vom Körper in die Flügel zu zwingen. Der “gnadenvolle” Schnitt war in Wirklichkeit grausam. …manchmal ist ein Kampf genau das, was wir brauchen! Diese Geschichte hat mich sehr berührt, nicht zuletzt weil ich derzeit selbst in einem Entwicklungs-Prozess stecke, der nicht immer einfach für mich ist.Am Tag nach diesem Seminar ging ich mit meinem Hund im Wald spazieren. Plötzlich blieb er wie versteinert sitzen, lief keinen Schritt mehr. Ich verstand nicht so ganz und alles rufen und sogar die geliebten Leckerlis nützten nichts. Plötzlich bemerkte ich einen großen Schmetterling der immer um mich herum flog und sich schließlich auf meinen Fuss setzte. Dann auf meinen Schuh und als ich ihn dann auf meine Hand bat, blieb er dort für viele Minuten sitzen und ich durfte ihn in seiner vollen Schönheit betrachten. Mein Hund hielt immer noch gebührend Abstand, denn er spürte schon vorher diese Magie, die der Schmetterling mit sich brachte. Alles um mich herum war ruhig und ich konnte mein Glück kaum fassen. Mein Herz schlug ganz aufgeregt, ich musste an die Geschichte denken und die Tränen liefen und liefen….Ich gab diesem kleinen wunderschönen Kerlchen eine Botschaft mit auf den Weg und ich weiß, er trägt sie bei sich und alles kommt, wie ich es ihm mit auf den Weg gegeben habe. Als er davonflog wußte ich, alles ist gut. Mein Hund und ich waren beide ganz verzaubert und wussten, das dies ein ganz besonderer Moment in unserem Leben ist. Ich bin zutiefst dankbar für diesen Augenblick, an den ich mich mein Leben lang erinnern werde. Der Zauber, der uns in diesem Moment umgab, ist geblieben.Danke für diese wunderbare Möglichkeit, Herzensmomente mit anderen teilen zu dürfen!!!Sonnige Grüße, Susanne

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Melanie

Dieser Text ist meinem lieben Weggefährten Zauad gewidmet. Blessings to you my dear friend! ONE LOVE

Ich laufe und laufe, meine Füße schmerzen, meine Rückenmuskulatur brennt bei jedem Schritt. Der Durst ist mal wieder unerträglich, aber der nächste Brunnen wird uns erst in 15 KM begegnen. Ich und mein Gefährte schleppen uns also den Pass hoch. Ächtzend und manchmal auch vor uns her fluchend. Wenn es gar nicht mehr zu ertragen ist, haben wir uns ein nettes Spiel daraus gemacht und singen gemeinsam. Die anderen haben uns schon lange abgehängt, bis auf Marisa, die wegen ihrer Verletzung immer die Letzte ist. Als der Pass am steilsten ist, eröffnen sich uns die magischen Weiten dieser eigentlich öden, kargen Landschaft: wilde Pferde die an den grünen Hängen grasen!
Ihre Mähnen flattern im Wind und ich frage mich, ob das was ich gerade sehe, eigentlich real ist. Vielmehr noch: es stellt sich plötzlich in meinem Herzen eine Ruhe ein, wie ich sie selten erlebt habe.
Um die Mittagszeit erreichen wir den höchsten Punkt der ganzen Strecke auf 1200m. Wir haben also einen Höhenunterschied von 700m zurücklegen müssen. Wir werden von der typischen Wegmarkierung- gelbe Muschel auf blauem Untergrund- begrüßt. Wir wissen beide, dass es an der Zeit für eine Rast bestehend aus Zigaretten und Baguette, ist.
Zauad und ich haben uns bereits nach 1 Woche schon so sehr aneinander gewöhnt, dass wir alle Lebensmittel, den Tabak und unsere Gefühlswelt miteinander teilen. Wir bilden eine Einheit, und um uns herum die anderen Weggefährten. Wir sind äußerlich so gegensätzlich, dass es mir schon fast unheimlich ist. Als wäre die Situation nicht schon skurril genug, liegt auf dem Wegweiser ein Schafsschädel. Das Bild hat was von einem Totem. Zauad und ich erkennen sofort das Zeichen. Wir legen uns ins stoppelige Gras, lassen die Sonne auf unsere müden Körper scheinen und genießen die Wärme des Berges. Ich spüre sofort, wie die Energie zurück in meinen Körper fließt, wie ich mich ausdehne und in mir den inneren Frieden spüre. Ein Gefühl von Heimat, angekommen sein, Loslassen und Ausdehnen! Mein Herz zerspringt fast vor Freude als ich die Augen wieder aufmache und in die Weite schaue. Von dort her kam ich, das habe ich bereits geschafft!
Trotz dem erotischen Knistern zwischen uns ist klar, dass wir diese 3 Wochen Jakobsweg zusammen als Gefährten verbringen, unsere Erfahrungen miteinander teilen und etwas über Mann-, Frau- und Menschsein voneinander lernen. Ich werde nach Deutschland zurückkehren mit dem Wissen einen wahren Freund, kennengelernt zu haben, der mich mit seiner Liebe auf einem harten Stück Weg begleitet hat.

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Ärve

Herzmomente – für mich der tiefseeschwarz eingefärbten seele abgerungenes farbsehen. jeden morgen verbringe ich etwa zwei stunden damit, meine alptraumgeschüttelten gedanken ans taghelle zu gewöhnen. warum ich jetzt gerade empfänglich bin für: nimm deine dinge ernst, nimm dich und dein befinden wahr, nimm es ernst, lass dir von andern nicht wieder einimpfen, dass dein leben nur mühe, arbeit und andere am leben hindern ist, weiß ich nicht, und glück ist, dieses geschenk anzunehmen!!!

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Gitta Schröder

Im letzten Jahr, als ich nicht wusste, ob ich weiter leben darf, schrieb ich im Krankenhaus in Berlin …

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Die Liebe zu meiner Familie, meinen Kindern?
Tage der Stille und Ruhe in einem Kloster?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Meine heißgeliebte Zusammenarbeit mit den Menschen?
Wird sich alles zusammen fügen, wie ein Puzzle, das sich oft nur als Ausschnitt zeigt?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Die besonderen Herausforderungen eines jeden neuen Tages?
Die Herausforderungen des Lebens?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Alles das ging mir jetzt durch den Kopf.
Unterliege ich möglicherweise einem großen Irrtum?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Habe ich nur eine Begegnung?
Die Begegnung mit Gott, mit dem Göttlichen in mir?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Die Begegnung mit Gott, dem Göttlichen und damit — mit mir selbst?
Nicht nur mit dem Licht, sondern auch mit dem Schatten?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Wird es die schönste Begegnung sein?
Wird es die Begegnung im Spiegel meiner Seele sein?

Der Gang durch die Wüste, was wird mir alles begegnen?
Meine Augen sind der Spiegel meiner Seele,
in ihnen erkenne ich mich wieder,
denn meine Augen vergessen es nie…
beim Blick in diesen Spiegel.

Ich bin immer noch da und bleibe es auch, mindestens noch einmal so lange …

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Tanja

Ungewolltes Kind

Ich wollte noch nicht Schwanger sein.
Eben erst die Ausbildung abgeschlossen und Arbeitslos.
Vom Partner getrennt, hab mich mit 2 anderen Männern getröstet.
Keine eigene Wohnung, Alkoholismus, alles Chaos.

Wollte Dich abtreiben lassen, dann hab ich dein Herzschlag auf dem Ultraschall gesehen. Ein kleiner pulsierender Punkt, nichtmal so groß wie ein Stecknadelkopf.

Der mögliche Vater stellt mich vor die Wahl: Ich oder das Kind.
Tja, dann zieh ich das alleine durch Ar*****ch
Wenigstens steht meine Familie auf meiner Seite.

Ich habs geschafft, nach 9 Monaten das Finale.
Nach Stunden voller Schmerzen und Qualen kamst Du auf die Welt
und hast mich mit deiner bedingungslosen Liebe so glücklich gemacht wie niemand anderes auf der Welt. Ich lass dich niemals los.

Nachwort:
Diese wahre Geschichte soll allen Frauen den Mut geben sich für Ihr Kind zu entscheiden, egal was andere dazu meinen, egal wie schlecht die Situation grade ist, es gibt immer einen Weg.
Es gibt NICHTS schöneres auf der Welt als einen Teil von sich selber zu erleben. Auch wenns manchmal weh tut – das Kind kann am wenigsten dafür.

Ein von mir verlangter Vaterschaftstest hat ergeben dass das Ar*****ch nicht der leibliche Vater meines Kindes ist, sondern der Mann, den ich eigentlich als möglichen Vater ausgeschlossen hatte, mit dem ich aber noch im Empfängnisszeitraum von 6 Wochen kontakt hatte. Diese Zeitspanne war mir bis dahin unbekannt.
Dieser Mann ist seit dem Ergebnis nicht mehr von unserer Seite gewichen und wir sind seit 6 Jahren glücklich verheiratet.
So hat mein Kind mich nocheinmal glücklich gemacht.

Reply
Verena

Hier ein Herzmoment von mir, Andre.

Ganz bei mir
Jeder Moment hat seine Schönheit.
Wenn die Sonnenstrahlen
meinen Nacken wärmen,
wenn das Windspiel den Wind
in Musik verwandelt,
wenn das Mondlicht einen Silberteppich
über das Meer webt,
dann vergesse ich die Schmerzen eines Gestern,
dann fürchte ich nicht die Sorgen eines neuen Morgen,
dann bin ich ganz bei mir,
nähre die Schönheit des Augenblicks
und säe den Samen
des Glücks.

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Sabine Semmler

Alles hat seine Zeit…
und so gibt es auch Zeiten im Leben, da hat sich das Herz verschlossen, ganz klein gemacht durch viele Verletzungen, zurückgezogen zum Schutze, weil es einmal so groß war und an Alle verteilt hat, weil es nicht auf sich selbst aufgepaßt hat und die Selbstliebe vergessen hat.
Oh, ich kenne die großen Herzmomente, aber auch die kleinen, das :“Ich liebe das Leben“ -Gefühl, das Vogelgezwitscher, die Tautropfen im Spinnennetz, den glitzernden Schnee.
Wie warm durchströmte es mein Herz, wenn sich ein anderer Mensch über ein liebes Wort freute, die Zeit, die ich ihm schenkte und das Verständnis.
Wie glücklich machte ein Kinderlachen oder der Anblick des geliebten Partners beim Erwachen.
Wie die Rose von Jericho hat sich mein Herz zurückgezogen.
Möge mir Gott den Regen der Liebe schicken, damit das Herz wieder neu erblüht!
Aber alles hat seine Zeit…

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Regula Bättig

Mein Name ist Regula Bättig

Herzmomente erlebe ich jeden Tag. Jeden Abend wenn ich voller dankberkeit auf meinen Tag zurückblicke und mir im Geiste jedes meiner drei Kinder und meinen Partner vorstelle, erlebe ich einen solchen Herzmoment,
Wenn zu Beispiel meine Tochter(17) wie diese Woche zu mir sagt: weisst Du,eigentlich sollte ich viel mehr auf Dich hören, denn ich habe festgestellt, dass du im Nachhinein immer recht hattest. Das meinte sie in Bezug auf ihre Partnerwahl.
Das ist doch ein absolut magischer Moment!
Es gibt so viele Möglichkeiten diese Momente zu erleben, das kann ein Sonnenuntergang, ein feiner Capucino, ein Lachen, ein Weinen oder was auch immer sein.
Herzmoment wird er für mich dadurch, dass ich ihn absolut bewusst und mit ganzem Herzen wahrnehme.
Ich hoffe, das ist in dem Sinne wie Du es Dir vorstellst.
Liebe Grüsse
Regula

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Bernhard Künzner

Robert-Koch-Straße 9, 11, 13…, eine jener Wohnblocksiedlungen, die in den sechziger Jahren zu Hauf aus dem Boden gestampft wurden. Neue Fenster und neue Farbe bewirkten eine Aufheiterung, schafften es aber nicht, einladende Wohnlichkeit herzustellen.
Gerd Schäfer zögerte lange, ehe er auf den Knopf neben dem Plastikschild „Seiler“ drückte. Es war erst sechs Uhr, aber um diese Jahreszeit schon beinahe dunkel. Seine Schritte hallten in dem kahlen Treppenhaus von den mit grauem Spritzputz versehenen Wänden wider. Die kalten Marmorstufen schienen tot, verglichen mit der knarrenden Holztreppe in seinem Haus. Im dritten Stock schließlich stand die Tür einen Spalt auf.

„Hier bist du richtig“, lächelte Yvonne. „Komm rein.“
Als Gerd Schäfer ihr die Hand drückte und den exotischen Duft ihres Parfums wahrnahm, wich ein Teil seiner Besorgnis. Dennoch schrillten die Alarmglocken in seinem Kopf hell auf und warnten ihn davor, die Kontrolle über sich zu verlieren. Für den Anfang wagte er noch gar nicht, sie anzusehen. Nur aus den Augenwinkeln heraus nahm er wahr, dass sie geschminkt war und sehr gut aussah. Das Kleid aus ungefärbtem Leinen war für ihn nur in sofern von Bedeutung, als es Raum für Phantasie ließ.
Die Wohnung war modern eingerichtet und vermittelte durch geschickte Farbgebung den Eindruck, geräumiger zu sein, als sie tatsächlich war.
Yvonne führte ihn ins Wohnzimmer, in dem ein von innen beleuchteter Kristall und eine raffinierte Papierlampe, die aussah wie ein Schaumbaiser, für ausreichend Licht sorgten. Ausreichend wozu? fragte sich Gerd Schäfer. Etwas mehr Licht wäre weniger verfänglich. Eine Couch aus weißem Leder sah so edel aus, dass sich Gerd Schäfer scheute, darauf zu sitzen. Trotzdem hoffte er inständig, dass ihn Yvonne dazu auffordern möchte. Wenn er so planlos im Raum stand, fühlte er sich sehr hilflos. Sollte er sich demonstrativ umsehen, um Interesse vorzugeben, oder wirkte das neugierig? Oder war gerade das Gegenteil unhöflich, nämlich sich emotionslos und korrekt zu geben?
„Setz dich, wohin du willst“, sagte Yvonne endlich.
„Ein edles Teil“, merkte Gerd Schäfer an, während er auf der Vorderkante der Couch Platz nahm.
„Nicht so edel, wie es aussieht. Was darf ich dir zum Trinken bringen?“
„Ich weiß nicht… was hast du da?“
„Wasser, Saft, Bier, Wein, Cognac, Kaffee…“, zählte sie auf, als würde sie den Spruch täglich hundertmal aufsagen.
„Dann hätte ich gerne ein Bier. Ein Helles?“
„Klar. Bin gleich wieder da.“

Yvonne Seiler wunderte sich, wie aufgedreht sie war. Hatte sie einen Anlass dazu? Es ist halt doch mal was anderes, am Abend in Gesellschaft zu sein, als sich vom Fernseher berieseln zu lassen.

Als sie mit zwei vollen Biergläsern für sich und ihren Gast zurückkam, hatte sie sich vorgenommen, ihre Ausgelassenheit zu zügeln.
„Du hast dich nicht besonders gut angehört am Telefon…“ sagte sie betont ernst.
„Wie? Ach ja! Du wirst mich für verrückt halten, aber ich weiß sogar jetzt noch nicht genau, worüber ich mit dir reden wollte.“
Yvonne lächelte.
„Den Satz habe ich schon oft von dir gehört. Vielleicht war es der allgemeine Weltschmerz, den du hinausschreien wolltest.“
„Ja! So ähnlich fühlte ich mich, ganz genau! Ich saß in meinem Büro, tat meine Arbeit und fragte mich plötzlich, was das Ganze soll.“
„Das Ganze?“
„Ich meine, warum ich hier sitze und genau das tue, was ich tue… während mein Geist eigentlich ganz woanders ist –“
„Na, wo ist er denn?“
„Ähm… na eben bei dieser Frage –“
„Was das Ganze soll?“
„Ja. Ich weiß, es hört sich bescheuert an. Hast du denn noch nie darüber nachgedacht, ob das, womit du denn Tag verbringst, auch das ist, was du tun möchtest?“
„Hab ich. Unser Bier wird warm. Prost!“
Sie prosteten sich zu. Gerd Schäfer hätte mehr Begeisterung angesichts seiner elementaren Frage erwartet und fragte sich, ob es gut war, hierher zu kommen.
„Und?“ fragte er.
„Wie?“
„Na, was war die Antwort auf deine Frage?“
Yvonne sah ihm direkt in die Augen und sprach mit gewichtiger Miene:
„Ich kam nach reiflicher Überlegung zu dem Ergebnis, dass ich das, was ich tue, zur gleichen Zeit liebe und hasse.“
Was will sie mir damit sagen? Gerd dachte angestrengt nach. Nimmt sie mich überhaupt ernst?
„Wie geht das, gleichzeitig zu lieben und zu hassen?“
„Wenn Du ein Lob von deinem Vorgesetzten bekommst, für deine gute Arbeit, sagen wir mal, dann wirst du deinen Job lieben, oder?“
„Klar.“
„Und wenn dir dein Boss sagt, dass du dich mehr anstrengen sollst, obwohl du dein Bestes gibst, dann wirst du deinen Job hassen. Auch klar, oder?“
Gerd Schäfer nickte.
„Aber beide Male ist es derselbe Job. Also kann es nicht an deinem Job liegen, ob du das, was du tust, liebst oder hasst. Es liegt nur an dir selber. So einfach ist das.“
„Deine Logik ist überzeugend, aber…“
„Du wolltest etwas anderes von mir hören, nicht wahr?“
Langsam wird sie mir unheimlich. Kann sie meine Gedanken lesen?
„Ich – äh – ich meinte eigentlich, ob du ganz allgemein mit deinem Leben zufrieden bist.“
„Ich weiß. Im Leben ist es nicht anders als mit dem Beruf. Mal lieb ich es, mal hass ich es.“
„Und was tust du, wenn du es gerade hasst?“
„Ich verzieh mich in die nächste Kneipe und trinke, bis sie mich rauswerfen.“
Sie hat etwas Gewöhnliches an sich.
Plötzlich fing sie an, laut loszulachen. „Aber nein! Schau mich nicht so an! Das war ein Scherz!“
„Ach so… Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass du so etwas tust.“
„Aha! Und warum nicht?“
„Nun, es passt eben nicht zu dir.“
„Und warum nicht?“
„Weil…“
Verdammt noch mal! Was will sie denn von mir hören?
„Weil du den Eindruck machst, als ob du auf dich achtest.“
Yvonne sagte nichts. Sie sah ihn nur an, bis er ihrem Blick nicht mehr standhalten konnte. Gerd Schäfer setzte aus Verlegenheit sein Glas an die Lippen, bis er feststellte, dass er schon längst leer getrunken hatte.
„Also, warum wolltest du zu mir kommen?“
„Ich – ich wollte einfach nur mit jemandem reden.“
„O.K. Noch ein Bier?“
„Ja, bitte.“

Gerd Schäfer war erst einmal heilfroh, dass er für eine Minute dieser schrecklich peinlichen Situation entkommen war. Er musste die Pause nutzen und all seine wirren Gedanken sammeln. Sein Blick fiel auf den orange leuchtenden Kristall.
Wie viele verschiedene Nuancen derselben Farbe… Ist unser Leben nicht ähnlich?
Er beschloss, sich diesen Gedanken zu merken und in ihr Gespräch einfließen zu lassen, wenn sich eine Gelegenheit bot.

Noch ehe sie wieder Platz genommen hatte, begann Yvonne zu sprechen:
„Als ich damals diesen – na ja – Anfall im Supermarkt hatte, war ich zunächst tief deprimiert.“
Gerd Schäfer nickte, überrascht über diese Gesprächsofferte.
„Damals steckte ich in einem großen schwarzen Loch fest. Ich sah keine Perspektive für mein Leben. Immer derselbe Job, immer derselbe Rhythmus. Und gleichzeitig schämte ich mich für meine Unzufriedenheit, weil es so viele Menschen gibt, die sich ein Leben wie meines erträumen.“
„Ich versteh dich sehr gut. Man manövriert sich in eine Sackgasse… dabei hat das Leben so viele verschiedene Nuancen.“
„Aber dieses schwarze Loch – das weiß ich jetzt – war nur die Erinnerung an eine schwere Zeit. Damals, es ist jetzt acht Jahre her, hat mir jemand sehr weh getan. Ich habe meinen Frieden damit gemacht, es ist Vergangenheit. Aber das Gefühl von damals ist nicht tot zu kriegen.“
Sie lächelte ganz leicht, als hätte sie einen Witz gemacht.
Gerd Schäfer war es unangenehm, solche Dinge anhören zu müssen.
Warum sagst du das mir? fragte er sich. Soll ich etwa deine Probleme lösen?
„Was ist los mit dir?“ fragte Yvonne ohne Vorwarnung. „Du fühlst Dich nicht wohl hier, oder?“
„Nein“, antwortete Gerd Schäfer, ohne vorher überlegt zu haben, ob es nicht eine diplomatische Antwort gegeben hätte. „Das heißt… ich weiß nicht, was es ist. Mir geht so vieles durch den Kopf…“
„Du hast Angst vor Frauen. Habe ich recht?“ sagte Yvonne Seiler ziemlich kalt.
„Ja, wahrscheinlich ist es so. Aber es könnte auch etwas anderes sein.“
„Und was?“
Ein tiefer Seufzer entrang sich seiner Brust, aber er war nicht in der Lage, eine sinnvolle Antwort zu geben. Verlegen spielt er mit der gehäkelten Tischdecke.
Yvonne Seiler trank den letzten Rest Bier in einem Zug aus und lehnte sich weit zurück.
„Liegt es an mir?“
„Nein! Bestimmt nicht. Ich fühle mich sogar sehr zu dir hingezogen.“
„Aber?“
„Bekomme ich noch ein Bier?“ fragte Gerd Schäfer, um Zeit zu gewinnen.

Was soll ich ihr sagen? Ich fühle mich im Grunde sehr wohl bei ihr. Wenn sie nur hier sitzen würde und nichts sagen, wäre alles viel einfacher. Aber alles, was sie sagt, macht mich zum Mitwisser. Plötzlich bin ich für Dinge verantwortlich, die ich nicht lösen kann. Und wie könnte ich jetzt schon wissen, ob ich mich ganz auf sie einlassen kann?
Wenn ich ehrlich bin, ist ihr Gesicht ein wenig zu hart und ihre Haut zu unrein. Sie ist keine Frau, der gewisse Männer hinterher pfeifen. Aber was heißt das schon? Wenn ich mich an sie gewöhnt habe, werde ich diese kleinen Mäkel als Besonderheiten lieben – vorausgesetzt, ich werde sie lieben. Aber dazu kenne ich sie noch zu wenig. Andererseits hat sie ein so bezauberndes Wesen, und sie ist rätselhaft wie ein tiefer See, und das ist es doch, was zählt. Also, was soll ich ihr zum Teufel nochmal sagen??

„Ich… äh… ich habe auch schon Enttäuschungen erlebt.“
Das war jetzt der dümmste Satz, der mir einfallen konnte!
„Aha“, sagte sie nur. „Wer hat das nicht?“
„Jaa… es ist alles nicht so einfach.“
Oh, mein Gott! Was war denn das für ein Lückenfüller!

Gerd Schäfer konnte gar nicht so schnell reagieren, da war Yvonne Seiler aufgestanden und hatte ihm sein Glas aus der Hand gerissen.
Wütend stand sie vor ihm. Sie zitterte vor Erregung. Ihre Stimme klang heiser.
„Wenn ich jetzt noch einmal so einen Mist von dir höre, dann will ich nichts mehr mit dir zu tun haben! Was glaubst du denn, wen du vor dir hast? Einen Teenager beim ersten Rendezvous? Ein blondes Doofchen aus ’ner Castingshow? Ich habe verdammt nochmal auch schlechte Erfahrungen gemacht und in meinem Leben manchen Bockmist gebaut. Ich bin weder eine Sexbombe noch eine Nobelpreisträgerin. Aber deswegen habe ich es noch lange nicht nötig, mich für dumm verkaufen zu lassen!“
Sie setzte sich und sprach etwas ruhiger weiter.
„Du glaubst doch selber nicht an den Müll, den du von dir gibst! Warum versuchst du’s nicht einfach mal mit der Wahrheit? Oder bist du dir dafür zu schade? Bin ich es dir nicht wert?“
Gerd Schäfer stieg das Blut kochend heiß in den Kopf. Das trug nicht dazu bei, seine Gedanken zu ordnen.
„Entschuldige! Entschuldige bitte!“ rief er fast verzweifelt. „Natürlich hast du es nicht verdient, von mir belogen zu werden, aber… aber…“
„Die Wahrheit!“
„Gib mir eine Minute Zeit, bitte! Nur eine Minute! Ich muss mich erst ein wenig sammeln.“
Yvonne sah ihn noch einmal streng an, ehe sie sagte: „O.K. Ich gehe in die Küche und hole eine Flasche Wein. Heute ist es eh schon egal.“

Gerd Schäfer hatte erkannt, dass er sich aus dieser misslichen Lage nicht würde heraus mogeln können. Diese Yvonne war mit allen Wassern gewaschen. Aber was hatte er erwartet? Eine billige Smalltalk-Veranstaltung? Sie war ein besonderer Mensch und gerade das hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Durfte er sich ihr nun anvertrauen wie einem alten Freund?
Aus der Küche kam das „Plopp“ der in das Vakuum der entkorkten Flasche eindringenden Luft. Gleich würde sie zurück sein und eine Antwort hören wollen.
Gerd Schäfer dachte fieberhaft nach.

Ohne zu fragen, goss sie sein Glas voll und schenkte sich selbst ein.
„Nun?“
Gerd Schäfer räusperte sich effektvoll. Dabei suchte er immer noch nach einer Eingebung.
„Du fühlst dich hier nicht wohl, weil…“ begann Yvonne für ihn den Satz.
„…weil – weil ich Angst habe, in eine Situation zu kommen, die ich nicht mehr beherrsche.“

Jetzt ist es raus! Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, aber das ist es!

„Gut!“ Yvonne Seiler nickte anerkennend. „Und was würde dann geschehen?“
„Was?“
„Wenn du die Situation nicht mehr beherrschtest?“
„Ich… ich würde vielleicht etwas tun, was ich nicht wirklich will. Also – ich würde etwas tun müssen, weil ich nett zu dir sein will, weil ich dich auf keinen Fall verlieren will…“
„Das ist komisch, richtig komisch.“
Sie lächelte so, dass Gerd Schäfer erkannte, dass er nichts Falsches gesagt hatte. „Was wäre denn so schlimm an dem, was du tun müsstest?“
Gerd Schäfer setzte zweimal vergeblich an, ehe er sagte: „Ich gebe dir gerne den kleinen Finger, vielleicht auch den Ringfinger, aber ich bin noch nicht bereit, dir die ganze Hand zu geben. Und nun habe ich Angst, wenn ich dir zwei Finger von mir gebe, könntest du die ganze Hand fordern, und ich würde sie dir geben, weil ich fürchte, dich sonst zu beleidigen, so dass du mir die zwei Finger wieder zurück gibst. Und das wollte ich ja auch wieder nicht, dass du gar nichts von mir hast.“
„Das ist das Verrückteste, was ich je gehört habe! Aber – es klingt ehrlich! Prost!“
„Prost!“

Reply
Jürgen Tesch

Herbstlicht
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Auf einem meiner geliebten Waldspaziergänge erreichte ich eines Tages einen idyllisch gelegenen Weiher. Das Wasser hatte einen Teil des Weges, der nah am Seeufer entlangführte, überschwemmt. Auf dem mit kräftigen Wurzeln von uralten Eichen und Kiefern bedeckten Pfad ging ich zum gegenüberliegenden Ufer. An einer kleinen Bucht blieb ich kurz stehen und betrachtete die Wasseroberfläche, die sich leicht im Hauch des Herbstwindes kräuselte. Der Spiegel des Sees gab das Grau des Novemberhimmels wieder, zum Ufer hin nur unterbrochen von dem glanzlosen, fahlen Gelb und Braun vieler Buchen-, Birken- und Eichenblätter. Der abgelegene Weiher war ringsum von diesen mächtigen Bäumen eingerahmt. Hohes schlankes Schilf wuchs an diesem Seeufer und nach Westen hin schloss sich ein sumpfiges Gelände an das kleine Gewässer an.

Sofort hatte ich das Gefühl, dass dies ein besonderer Ort wäre. Und dieser Eindruck wurde schnell bestärkt. Denn in diesem Moment riss das Grau über mir auf. Die Sonne lachte aus einer tiefblauen Lücke der ansonsten dichten Wolkendecke auf mich herab und tauchte alles in ihr gleißendes Licht. Alles um mich herum begann mit einem Mal zu leuchten und zu erglühen. Die Spinnweben zwischen den Bäumen flimmerten im Gegenlicht in allen Farben des Regenbogens.

Am gegenüberliegenden Ufer hoben sich jetzt die grazilen, weißen Birkenstämme hell von ihrem dunklen Hintergrund ab. Die Wasseroberfläche begann zu funkeln, als wäre sie mit Millionen feinster Kristalle übersät. Die ganze Landschaft war von einem intensiven goldenen Glanz durchflutet. Eine wohlige Wärme umfing mich und die Welt war plötzlich viel freundlicher geworden. Der große Farbenkünstler Herbst hatte für einen Moment noch einmal in seine Palette gegriffen. Ich war begeistert und fühlte mich unsagbar wohl!

Jürgen Tesch, Jahrgang 1963, lebt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Ulrike in Ringsheim, einem kleinen Ort am Rande des Schwarzwalds, einer Landschaft, die er sehr liebt und in der er immer wieder Ruhe und Inspiration findet. Nach einer längeren Auszeit Ende der 1990er-Jahre ging er es in seinem Beruf als Speditionskaufmann zunächst etwas ruhiger an, bis er im Februar 2011 endgültig den Entschluss fasste, sich als Autor selbstständig zu machen. Heute widmet er sich ganz dem Leben, dem persönlichen Wachstum, der Liebe und dem Schreiben.
Seine Gedanken und Erkenntnisse teilt er mit seinen Leserinnen und Lesern auf der Internetseite http://www.leben-lernen-lieben.de

Dabei hält er sich an das Motto Joseph Conrads: “Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.”

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Gudrun Kargl

Als „Herz.Künstlerin“ steht das Herz
im Zentrum meines vielseitigen Schaffens.

Das Herz als das Symbol für die Liebe,
für Vielfalt im Einklang!

So entstehen neben HerzBildern, Fotografien,
Liedern, Skulpturen auch Gedichte und dieses
eine Gedicht möchte ich gerne mit Euch
teilen.

_____________________________________

Mein Herz

Mein Herz hat viele Formen.
Mein Herz kennt keine Normen.

Mein Herz ist voll mit Liebe.
Mein Herz verteilt keine Hiebe.

Mein Herz hat viele Narben.
Mein Herz leuchtet in bunten Farben.

Mein Herz schlägt immerzu für mich.
Mein Herz freut sich gern für dich.

Mein Herz kann nicht jeder sehen.
Mein Herz muss nur ich verstehen.

Mein Herz will, dass ich mir verzeihe.
Mein Herz will, dass ich mich von Herzen freue.

Mein Herz ist in Freundschaft mir verbunden.
Mein Herz hat schon Vieles überwunden.

Mein Herz steht mir treu zur Seite.
Mein Herz will, dass ich vorwärts schreite.

Mein Herz kennt keine Schranken.
Mein Herz: Ich will mich bei dir bedanken!

© Gudrun Kargl 2010

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Karl Bleeker

Diese Idee ist ganz wundervoll und ich möchte dazu eine sehr bewegende und wunderbare Begebenheit schildern, die ich Anfang diesen Jahres in der Schweiz erleben durfte.

Ich war zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt, meine schweizer Wohnung in einem Mehrparteienhaus zu räumen und wollte einige Dinge verschenken : unter anderem eine Eckcouchgarnitur mit Ohrensessel und Hocker, einen massiven Pinien-Wohnzimmertisch und einen sehr schönen dazu passenden Sisal-Teppich.

Vor Ort hatte ich schon viele Menschen angesprochen, doch alle Gefragten und auch die sog. „Brockenstuben“ (Gebrauchtmöbelhändler, teils mit caritativem Charakter) waren nicht bereit, diese sperrigen Möbel anzunehmen.

Ich betete am Mittwoch abend, die himmlischen Helfer mögen mir doch bitte jemanden schicken, der diese Dinge gebrauchen könne und sie gerne nehmen würde.

Am Donnerstag nachmittag – ich war sehr beschäftigt mit Räumarbeiten und die Couch nebst Ohrensessel etc. standen immer noch im Wohnzimmer – kam eine Nachbarin aus dem gemeinsam bewohnten Haus in Begleitung einer etwa 60 jährigen Dame durch die Wohnungstür.

Diese direkte Nachbarin hatte ich ja Tage vorher ebenfalls informiert und siehe da : am Donnerstag Mittag hatte sie eine Eingebung :

Ein paar Häuser weiter wohnte ein älteres Ehepaar, beide durch lange Krankheit arbeitslos geworden und dementsprechend finanziell nicht auf Rosen gebettet. Eventuell würde ja Interesse bestehen, dachte sie sich und marschierte los, ob man sich „die Sache“ einmal ansehen möchte.

Die entfernte Nachbarin sagte sofort zu und wie sie dann in meiner Wohnung das Mobiliar sah und erfuhr, daß ich es kostenfrei abgeben wollte, war sie ganz aus dem Häuschen und erzählte, sie und ihr Mann nutzten eine nach über 20 Jahren der Benutzung völlig verschlissene Couch. Sie war ganz begeistert von den Möbeln und freute sich wie ein Kind.

Meine direkte Hausnachbarin freute sich auch immens und mir flossen vor Freude und Rührung dicke Tränen die Wangen hinunter.

Das war ein Moment – unbeschreiblich ! Ich dankte diesen beiden Engeln in Menschengestalt und das Tollste kam dann hinterher : Meine Nachbarin machteden Vorschlag, das gesamte Mobiliar in ihrem Atelier (sie ist nebenbei eine hervorragende Malerin) zu deponieren, bis daß es am folgendenen Sonnabend abgeholt werden würde.

Beim Transport zum Atelier erzählte ich meiner Nachbarin, um was ich Gott und seine Helfer am Vorabend gebeten hatte und in dem Moment sah ich ein göttliches gütiges Lächeln über Ihre Wangen leuchten – Sie erschien mir in diesem Moment wie ein völlig realer Engel; nur Flügel habe ich keine bemerkt

Dieser göttliche Moment hat sich mir tief in die Seele gebrannt. Es war einfach wunderbar und ich bin voller Dankbarkeit.

Wir brauchen nur zu fragen, und wir erhalten Antwort.
Wir brauchen nur zu bitten, und uns wird gegeben werden.

Manche Menschen sagen :
„Ich komme alleine zurecht – ich brauche keine Hilfe.“

Ich bin froh, nicht alles alleine entscheiden und tun zu müssen.
Gottes Hilfe ist da – wenn wir ihn annehmen und : bitten.

Ich danke Gott und seinen vielen Helfern und ich Danke Euch, daß es Euch gibt !

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Heike Schonert

hallo, lieber André,
welch schöne Idee : -)))))))))
Ich werde deine Idee auch gern weitertragen
Mir fiel sofort ein Beitrag ein, den ich Anfang dieses Jahres geschrieben habe anlässlich des Todes meines Hundes Aru – ein shwarzer Briard, der mich über so viele, oft schwere Zeiten, begleitet hat.
Ich hab ihn damals auch im Newsletter von http://www.reiki-online.de und http://www.spirit-online.de veröffentlicht.

Hier ist der Beitrag und der Link, wo er auf spirit-online zu finden ist:
http://www.spirit-online.de/index.php/start/more-spirit/innere-stimme/die-stimme-unseres-herzens

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Die Stimme unseres Herzens

Unser Herz ist Mittelpunkt unseres Wesens. Eine andere Form der Intelligenz und Erinnerung.

In unserem Herzen wohnt die Liebe zu allen Menschen, Geschöpfen, Meeren, Wäldern.

Die Stimme unseres Herzens ist die Stimme, die wir als das wahrnehmen, was uns tatsächlich ausmacht. Unsere Ausdrucksform, sei es Mitgefühl, Tiefe, Wahrhaftigkeit zu unserem Höheren Selbst. Ohne unsere Herzens Stimme nicht denkbar.

Das Herz ist mächtiger als der Verstand, wenn wir es nur zulassen können. Dies zu wissen, zu fühlen und zu erleben ist ein immer wiederkehrendes Wunder. Voller wunderbarer Überraschungen – auch wenn dies mit Traurigkeit verbunden ist. Doch die Kraft des Herzens – verbunden mit der Energie des Reiki – als lichtvolles schöpferisches Potential lässt mich an Wundern teilhaben.

Wir alle kennen das Gefühl, wenn uns etwas verlässt.

Ein geliebter Mensch, ein Verwandter, Kind, Partner oder ein Wesen, das treu an der Seite stand, auch wenn die Zeiten noch so schwierig waren.

Ohne zu fordern, treu, selbstlos und immer aufmunternd. Wenn ein Wesen geht, ist dies ein schlimmer Schmerz. Traurigkeit und doch voller liebevoller Erinnerung. Die Stimme unseres Herzens möchte uns trösten, doch es ist schwer hinzuhören.

Ich berichte nun über meine persönliche Weihnachtsgeschichte, weil sich darin nicht nur ein Wunder verbirgt sondern auch eine einzigartige Gewissheit und die Gewissheit unserer Arbeit.

Am Abend nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag begann das Sterben meines Hundes Aru.
Er brach draußen im Schnee plötzlich und unverhofft zusammen. Wir trugen diesen schweren und großen Hund zurück in die Wohnung.

Er würgte und litt. Zuerst dachten wir, er hätte nur zu schnell gefuttert. Doch mit den Stunden wurde sein Zustand immer bedenklicher.

Wir wussten, dass dieses unglaublich tapfere Wesen im Sterben lag. Röcheln. Fiepen. Es war herzzerreißend. Unsere Gäste und auch wir dachten und mussten an einen Tierarzt denken.

Was dies bedeutete war uns klar.
Der Verstand schrieb dies laut vor.

Von allen Seiten bedrängt, gaben wir uns dieser schrecklichen Vorstellung hin, dass dieses Wesen irgendwo nachts zu Tode gespritzt wird. Nachts allein gelassen und zurückgelassen. Ich war dennoch bereit.

Es kam anders. Die Stimme des Herzens führte die Hand. Mein Mann behandelte Aru und mit meiner Unterstützung sahen wir, wie sich unser Aru zusehends beruhigte.

Wir entschlossen uns unserem Herzen zu vertrauen. Wir legten ihn in unser Schlafzimmer neben unserem Bett. Er war nun ganz ruhig, friedlich und schaute uns aus seinen braunen Augen an.

Wir waren so dankbar und beteten um Beistand. In diesem Moment spürten wir die Anwesenheit vieler Engel.
Wir spürten, dass sie bereit waren ihn abzuholen.

Und wir wussten, dass Aru uns diesmal nun verlassen würde. Wir drei schliefen mit dem Gefühl tiefster Verbundenheit ein.

Sehr früh am Morgen weckte mein Mann mich. Es ist so weit.
Aru hörte friedlich in meinem Armen auf zu atmen. Er ist bei seiner Familie gestorben.
Dies war der Wille. Und wir konnten dies erfüllen, weil wir auf die Stimme unseres Herzens hörten.
Wir konnten Abschied nehmen, um gute Reise bitten und schließlich schweren Herzens das tun, was getan werden musste.

Als wir irgendwann allein am späten Vormittag in unserem Schlafzimmer traurig unserem Schmerz freien Lauf ließen, geschah ein weiteres Wunder. Wir fühlten plötzlich, dass Aru da war.
Ich sah ganz deutlich vor meinen geschlossenen Augen, wie ein Wesen bestehend aus ganz vielen hell leuchtenden Punkten, großen für Aru typischen Schlappohren und großen Augen, doch von der Statur viel kleiner, wild umher tobte. Ich fühlte, sah über eine unbestimmte Zeit diesem Wesen zu.
Bis es verschwand, so schnell und unerwartet wie es gekommen ist.
Aru wollte uns in unserem Schmerz zeigen, dass er zu Hause angekommen ist.

Wir fühlten unendliche Dankbarkeit, Freude und eine Form der Trauer, die uns bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt war.

Wir werden dies nicht vergessenen.

Aru war bereits im Sommer 2010 sehr krank. Der Tierarzt wollte ihn einschläfern. Doch wir hatten das Gefühl, ihn noch am Wochenende bei uns zu behalten. Er fraß nicht, trank nicht und wollte nicht laufen.

An diesem Sonntag im Sommer 2010 nahmen wir Abschied. Unsere Energiearbeit hatte scheinbar nicht geholfen. (Wir sahen es nur nicht).

Wir dachten, wenn er jetzt gehen will, soll er noch mal etwas Schönes sehen. Er liebte es, an der Elbe im Wasser und am Strand zu sein. Wir brachten ihn dort hin. Er schleppte sich zum Wasser, legte sich für ein paar Minuten ins Wasser.
Dann kam heraus und fing an zu spielen. Wir trauten unseren Augen nicht. Zu Hause fing er an zu trinken und zu fressen.

Am Montag sagte die Tierärztin, dass dies völlig unglaublich wäre. Ein Wunder. Die Ärztin gab ihm allerdings noch höchstens 4 bis 8 Wochen. Aru nahm wenig später an unserer Hochzeit teil. Er genoss den Sommer. Und hatte seine Freude.

Im Herbst wurde er denn doch immer behäbiger und langsamer. Doch er genoss immer noch seine Lieblingsspiele.

Aru wurde über 11 Jahre.
Für uns ist er ein Vorbild an Tapferkeit, Treue und Hingabe.
Wir haben ihm unendlich viel zu verdanken.
Wir würdigen und ehren dieses Wesen (und damit alle Geschöpfe), das unbeirrt seine Aufgabe und Bestimmung auf dieser Welt erfüllt hat.

In Liebe und Erinnerung
Heike und Uwe

Wir teilen euch dies mit, in der Gewissheit, dass in diesem Erlebnis wie in so vielen Erlebnissen der Menschen eine unsagbar große Botschaft der Heilung verborgen ist.

~~~~~~~~~

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Daniela Santa

Aufmerksamkeit

In letzter Zeit ist mein Leben ein bißchen schief, meine Gesundheit, die Arbeitslosigkeit, die Baustelle in meiner noch richtig bewohnbaren Wohnung, die daraus ergebenen fehlenden Rückzugsmöglichkeit, die nörgelnden Personen, weil man immer noch nicht finanziell attraktiv ist, die allgemeinen Energiefresser, die uninteressante Eingangspost mit zusätzlichen Werbeartikeln, die man sich zur Zeit nicht leisten kann.

Da ist es schön, wenn man minimales Geld zusammenschmeisst, sich aufs Fahrrad setzt und 1 Std. nach Borken fährt, um wenigstens 2 Stunde ein Spassbad für 4,50€ geniesst – sich mit ein wenig schlechten Gewissen wieder auf die 1 Std. Rückfahrt macht, um dann von einen atemberaubenden Schwarm von Libellen ausgebremst zu werden.

Ich weiss nicht wie lange ich die filigranen Flügel, der neben meiner Hand sitzenden Libelle beobachtet habe, aber ich muss so fasziniert ausgesehen haben, dass ein neugieriger Sportradler von seinen Rennrad abstiegen ist, um bei mir nachzufragen und auch er nahm sich ein bißchen Zeit – nicht solang wie ich – aber Libellen sind nun mal meine Krafttiere…..und wer weiss, welches diese Person hatte.

Und jetzt sogar diesen Morgen kann ich noch meine Libellen sehen….Glück ist ein winziger Augenblick, der es schafft deine Seele zu
berühren und dich zum Strahlen zu bringen.

Und hiermit will ich alle ermuntern – seid aufmerksam ……seht euch Blumen, die Sonnenstrahlen, den blauen Himmel, freundliche Gesichter an….nehmt euch Zeit …..nicht für andere…..sondern für euch….zum Sammeln von Erlebnisse, mit denen man auch unangenehme Zeit über(leben)-brücken kann.

Bis dann, Daniela Santa

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Claus Hampel

Hallo, sehr interessante Idee, wie das meiste von dir, André!

Hier mein Beitrag:

„Dieses kleine Bündel ist also jetzt dein Kind, der Mensch, den du jahrelang begleiten darfst, den du umsorgen sollst, aufwachsen siehst und für den du auch sehr viel Verantwortung trägst..:“ Das waren meine ersten Gedanken, als ich ein großes, weißes und weiches Kopfkissen
in die Hand bekam, in dem meine Tochter ganz friedlich und zufrieden lag, nachdem sie mit einem Kaiserschnitt auf die Welt geholt wurde.

Selbstverständlich war ich im Krankenhaus mit dabei und sollte hier eine ganze Zeit verbringen dürfen.
Zeit mit viel Kaffe und Wasser, aber auch Zeit mit meiner Frau zusammen und allein, nachdenklich, nach Innen gekehrt, einfach abwartend und ohne Stress oder Zweifel.

Ich unterhielt mich direkt mit diesem kleinen, mir geschenktem Wesen, habe sie geküsst, immer wieder angeschaut und war sehr glücklich.
Auch bei Gott habe ich mich bedankt für alles, für die Geburt, für meine Frau, für meine neue Herausforderung und andere Dinge.
Nachdem ich gebeten habe, dass Gott aus dieser Person das machen möge, was am besten zu ihr passt, habe ich sie auch mit Freuden wieder in seine Hände legen können.
Ich habe mich entschieden, zu begleiten, da zu sein, Wert zu schätzen und Hilfe zu geben, so gut ich kann.

Dieses Erlebnis gibt mir immer wieder Kraft in Zeiten des Alltags, der Unsicherheit und Unstimmigkeiten.

P.S: Auch eine zweite Tochter wurde mir geschenkt und auch hier der Ablauf ziemlich ähnlich, also mit viel Warten, Zureden und letztendlich Kaiserschnitt.

Und ratet mal, wer diesen neuen Erdenbürger wieder als Erstes in die Hand bekam, nachdem die Schwester ihn vermessen, untersucht und abgetupft hatte …

P.P.S.: In dem Zusammenhang fällt mir noch ein, dass es meiner Frau gerade beim ersten Kind sehr schwer fiel, das Kind zu stillen.
Es kam einfach nicht viel und sie wurde immer unruhiger.
Ganz in Liebe und Ruhe konnte ich ihr vermitteln, dass sie keine Angst haben brauche, das funktioniert ziemlich normal, sie solle sich entspannen und ihr und dem Kind einfach ihre ureigene Zeit geben, damit umzugehen.
Ich war sehr erfreut, dass es dann bald wunderbar „funktionierte“.

In meinen Berichten geht es viel um Stolz. Ein Stolz für etwas, was ich tun kann, aber auch vielmehr was ich sein kann und bin; wo ich dabei sein darf, wo ich gefragt bin.
Aber auch um Zufriedenheit, tiefer Liebe und Geborgenheit und dem Bewußtsein, eine große Verantwortung zu tragen.

Ich wünsche mir und jedem Leser sehr viele solcher Begegnungen und Momente und ein großes Erinnerungspotenzial dafür.

Du bist wichtig! Du bist etwas ganz Besonderes! Du veränderst die Welt!
DANKE DASS ES DICH GIBT!

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Gerhard Schreiber

In einer lockeren Unterhaltung mit meinen beiden Töchtern über das Leben und Verlieben sagte die 16jährige als Fazit: Ich werde mich wohl mal in einen Typ wie Papa verlieben. Ich mußte rausgehen weil es mir die Tränen in die Augen trieb. Gibt es ein schöneres Kompliment das man als Vater bekommen kann?

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Steffi

Eine meiner Kundinnen kam zu einer Beratung in die Geschäftsstelle. Sie lächelte mich an und sagte, schön, dass wir uns heute wiedersehen. Vielleicht werde ich Sie heute das letzte Mal sehen. Mein Arzt hat mir mitgeteilt, dass ich eine sehr seltene unheilbare Krebsart in mir trage und das nächste Jahr vermutlich nicht mehr erlebe. Ich sagte nur, oh nein, das kann doch nicht wahr sein. Sie strahlen so viel Liebe und Energie und Lebensfreude aus… Sie können gar nicht krank sein… Sie lachte laut und sagte, es geht mir gut und wenn der liebe Gott mich unbedingt holen will dann ist es halt so. Ich werde deshalb nicht böse sein und mich in die Ecke verkriechen! Ich liebe mein Leben und ich bin so glücklich, dass ich leben darf und so ein fantastisches Leben hatte und habe… Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten und fragte Sie, ob ich Sie mal kurz in dem Arm nehmen dürfte… Sie sagte ja und so drückten wir uns gegenseitig gaaaaannnzzz fest. Ich sagte Ihr, dass Sie ein ganz fantastischer liebevoller Mensch sei während mir die Tränen die Wange herunter liefen. Sie Lachte wieder gab mir einen Kuss auf die Wange, bedankte sich für die wunderschöne Umarmung und verliess strahlend die Geschäftsstelle. Meine Kollegin, die das alles mitbekommen hatte, sah meine Tränen, drückte mich ganz fest und sagte… So ist das im Leben… Manchmal trifft es doch die Falschen… Wir beide weinten einen kurzen Moment und schauten uns an. Wir beschlossen genauso dankbar und glücklich über unser Leben zu denken, wie diese wundervolle, liebevolle Dame, die uns die Augen öffnete. Wenn einer von uns traurig ist, erinnert der andere an diese Begegnung und das Lachen, die Liebe und das Leben ist wieder zurück! Alles Liebe für Euch alle! Steffi

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Kerstin

Hallo lieber André,

das ist mal eine hüpfige Idee mit dem Buch und ich bin sehr gern dabei. Hier kommt meine Geschichte:

An einem sonnigen Nachmittag saß ich in meinem Lieblingsstuhl auf meiner Terrasse, den Blick ins Grüne, die Ohren auf die Klänge der Natur. Ich habe einfach nur die Sonne genossen und mich gefreut, so nah an der Natur zu sein.

Eine Amsel hat mir ein Liedchen gezwitschert, nur konnte ich sie nicht sehen. Das hat mir aber keine Ruhe gelassen, ich wollte den kleinen Radaumacher unbedingt bewundern. Im Stillen und mit allen Sinnen hab ich dann so für mich gedacht – jetzt komm schon du frecher Piepmatz, zeig dich mal und steh zu deinem lauten Gesang. Und dann – es war fast unglaublich, da flatterte die Amsel aus dem Baum heraus, wo man sie wirklich vorher nicht entdecken konnte, flog ein paar Mal über meiner Terrasse hin und her, als wollte sie mir sagen – so nun schau mich an, ja, ich bin es, die dir so ein schönes Liedchen singt. Sie blickte sich doch tatsächlich noch mal um, als wollte sie sich vergewissern, dass ich auch wirklich wahrgenommen habe und verschwand wieder in ihrem Baum. Es war nur eine kleine Amsel, aber sie hat mich so glücklich gemacht in diesem Moment – da muss ich noch sehr oft daran denken und habe genau dann dieses hüpfige Gefühl.

Liebe Grüße
Kerstin

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Michael

Hallo Andre
Eine tolle Idee.Gratuliere.Ich bin mir sicher,dass viele Menschen bei diesem
Projekt mitmachen. Ich werde auch dabei sein.Ich habe einige Herzmomente
in meinem Leben erlebt.Ich werde mich sofort daran machen einen solchen Moment von mir zu beschreiben.Du hörst von mir.Mach weiter so.
Gruß Michael

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Arnold

Lieber Andre! Herzlichen Dank für dieses wunderbare Idee. Herzmomente zu erleben ist etwas besonders. Jeder Tag den du erlebst ist besonders. Besonders wertvoll ist mein Tag wenn ich bewusst wahrnehme was mir der Tag reflektiert. Freude bereiten mir meine Motivkarten. Ich verschenke sehr oft meine Motivkarten.Bekomme daher sehr oft positive Feedbacks. Ich spüre dabei viel Herzwärme. Das sind meine täglichen Momente der Dankbarkeit. Leben ist Bewegung und dadurch entsteht Begegnung. Durch die Dankbarkeit begegne ich auch sehr interessanten Menschen die mir oft viel positives vermitteln. Ich empfinde auch sehr viel Dankbarkeit wenn ich die wunderbaren Hörbücher von dir bewusst wahrnehmen.Herzlichen Dank. Bin sehr Dankbar das zur richtigen Zeit am richtige Ort genau die Menschen und Situationen in mein Leben treten, die für mich wichtig und richtig sind. In der Natur erlebe ich auch viele schöne Augenblicke der Dankbarkeit. In liebevoller Dankbarkeit öffne ich mein Herz und freue mich auf viele Magic Moments. In liebevoller Dankbarkeit, Arnold

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Karlheinz

Vor zwei Jahren war ich mit einer Reisegruppe auf Kuba eine Rundreise machen. Mit dabei war eine junge Frau die mir sehr gefallen hat. Ich hab sie immer wieder angelächelt und wir haben uns auch ein paar mal sehr nett unterhalten, aber ich habe mich nicht getraut ihr offen meine Sympathie zu bekunden. An einem Tag wollten einige aus der Gruppe und die junge Frau und ich Geld wechseln und sind in einem großen Hotel in die Wechselstube. Ich steh da so und warte bis ich dran bin und auf einmal durchstömt mich ein unbeschreibliches Wohlgefühl, die Farben sind plötzlich viel intensiver und die Menschen sehen alle wunderschön aus. Ich hab nicht kapiert was los ist und es kam noch toller. In meinem Bauch fing es an zu kitzeln und zu kribbeln und ich konnte nur noch lachen. Die Leute drehten sich zu mir um und ich bekam einen Anflug von Peinlichkeit, aber es war mir alles egal. Ich sah mich um und plötzlich sah ich die junge Frau wie sie mich anstrahlt und ich wußte das kam alles von ihr. Den Rest könnt ihr euch selber ausdenken.

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Stefanie Kotulla

Dienstagnachmittag, 16:20 Uhr.

Ich habe Feierabend und gehe in Richtung Eingang der U-Bahn. Ich überlege, was ich mache, wenn ich zuhause bin. Etwas essen, vielleicht noch etwas Yoga gegen später. Morgen wieder um 5 Uhr aufstehen.

Ich bin etwas müde, in meinen Gedanken verloren. Ich gehe die Rolltreppe hinunter, höre Musik. Ein Akkordeon und eine Gitarre, zwei Männer singen. Es hört sich gut an, sehr lebensfroh. Ich komme unten an und sehe die beiden Männer, die noch sehr jung sind – und blind. Sie können nicht sehen, spielen die Instrumente, singen und lachen.

Dieser Augenblick legt bei mir einen Schalter um. Ich kann gehen, sehen, hören, ich kann all meine Fähigkeiten einsetzen, ich kann all meine Ziele verwirklichen! Wie leicht vergessen wir, welche Möglichkeiten uns offen stehen…

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Sabine Semmler

Hallo André,

Mein Name ist Sabine Semmler und als ich als ich heute Morgen Deine Mail las, fiel mir ganz spontan ein ganz besonderer Moment in meinem Leben ein, der mich auch nach 25 Jahren immer noch ganz tief im Herzen berührt.

Jeden Nachmittag legte ich mich mit meinem kleinen Sohn André zum Mittagsschlaf ins Bett. So konnte auch ich die verpasste Nachtruhe nachholen und André schlief leichter ein. Eines Tages, als er aufwachte, sah er mich mit großen, so unendlich liebevollen Augen an, fast verwundert, mich zu sehen und sagte mit einem Ausdruck, der aus seinem tiefsten Herzen kam einfach nur: “Mama”.

Mich durchströmte ein Gefühl unendlicher Liebe und Dankbarkeit, das ich nie vergessen werde.

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Jürgen Tesch

Erste Schritte auf MEINEM Weg

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Der Entschluss stand fest. Ich wollte nun endlich diesem inneren Ruf folgen, den ich schon lange nicht mehr überhören konnte. In den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen war er immer lauter und drängender geworden, bis aus einem vagen Gefühl schließlich eine starke Sehnsucht wurde und ich eine Entscheidung traf, die mich aus dem gewohnten, bequemen, sicheren Leben herausriss und die mich auf noch nicht gegangenen Wegen in unbekanntes Neuland führen sollte. Ich bereitete alles vor, brach alle Brücken hinter mir ab und setzte mich in einen Zug nach München, wo ich eine Wanderung begann, deren Ziel ich offen ließ. Ich ging einfach der Sonne entgegen. Ich hatte Zeit, und ich nahm mir Zeit. Sie war mein einziger Reichtum, den ich ansammelte, Augenblick für Augenblick. An diesem Tag schrieb ich in mein Tagebuch:

“15.03.1997
Heute beginnt ein neues Leben. Ich gehe den ersten Schritt auf dem Weg, den ich selbst für mich gewählt habe und ich habe alle Türen und Hintertüren zugeschlagen.

Es ist die erste wirkliche Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe, ohne auf irgendwelche Meinungen von anderen oder auf irgendwelche äußeren Umstände Rücksicht zu nehmen. Es ist die erste Entscheidung in meinem Leben, die ich nur für mich gefällt habe.

Ich bin frei!”

Heftiges Schneegestöber und heiteres Frühlingserwachen, endlose Regengüsse und strahlender Sonnenschein, schneidende Kälte und wohlige Wärme wechselten sich immer wieder ab. An manchen Abenden war ich froh, mich in meinen molligen Schlafsack kuscheln zu können, nachdem ich mit klammen Fingern mein kleines Zelt aufgebaut hatte. An anderen genoss ich fantastische Sonnenuntergänge und sternklare Nächte unter freiem Himmel.

Schon nach kurzer Zeit fielen die Hektik und die Sorgen meines früheren Speditionsalltags von mir ab. Nicht ein in bestimmter Zeit zu erreichendes Ziel, sondern das Unterwegssein selbst wurde zum Erlebnis. Das Auge begann, die kleinen Schönheiten am Rande zu entdecken: das taufeuchte Spinnennetz, den auffliegenden Reiher, die bemooste Uferbefestigung, die noch kahlen Zweige der Bäume. Das Ohr wurde hellhörig für die leisen Töne: das Plätschern der Wellen, das zaghafte Pfeifen der Vögel, das Rauschen des Windes, den Klang des Lebens. Meine Nase nahm Gerüche wahr, die ich nie gekannt hatte und meine Hände berührten Dinge, die mir fremd waren. Alles nahm ich auf, als würde ich es zum ersten Mal sehen, hören, riechen und fühlen. Und zum ersten Mal in meinem Leben interessierte ich mich für die Menschen, die mir begegneten. Wer waren sie? Wie lebten sie? Woran dachten sie? Was fühlten sie?

Eine ältere Dame, mit der ich mich einmal angeregt unterhielt, fragte mich, ob ich Student sei. “Ja, ich studiere das Leben!”, gab ich zur Antwort. Ich wollte alles kennenlernen, mich selbst, meine Mitmenschen, meine Mitwelt. Ich wollte hinter die Geheimnisse des Lebens kommen, seinen Sinn erfahren und herausfinden, wie ich selbst leben wollte. Und jeden Tag lernte ich etwas Neues, weit mehr, als ich in den vielen Jahren seit meiner Kindheit gelernt hatte. Ich war glücklich und ich bekam allmählich eine Ahnung davon, was “Leben” wirklich bedeuten kann. Ich schaute, ich staunte und ich begann zu begreifen. So führte mich mein Weg entlang am Ufer des Starnberger Sees, vorbei an den idyllisch gelegenen Osterseen, über Murnau zu den Mooren im Loisachtal und dann immer flussaufwärts bis nach Garmisch-Partenkirchen.

Man feierte gerade das Fest der Auferstehung Christi, als ich am Fuße der majestätisch aufragenden Zugspitze ankam. Das Wetter war beständiger geworden, die Sonne meinte es gut und die Krokusse verwandelten die Bergwiesen in ein Meer von Farben. Eine Freude war in mir, wie schon seit Jahren nicht mehr. An einem dieser unvergleichlich schönen Tage notierte ich:

“31.03.1997
Vogelgezwitscher holt mich in die Wirklichkeit zurück. Wo bin ich? Über mir eine Zeltplane, die sich leise im Wind bewegt. Ich schlüpfe aus dem Schlafsack, öffne das Moskitonetz, schlage die Plane am Zelteingang zurück und glaube noch zu träumen. Strahlend weiß im blauen Himmel, gerade von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet, fast unwirklich, lächeln mir die Gipfel und Wände des Wettersteingebirges entgegen.

Ich komme nicht mehr aus dem Träumen heraus, hier im Werdenfelser Land. Welch ein Luxus – und manchmal kommen Gedanken wie: womit habe ich es eigentlich verdient, das alles hier erleben zu dürfen?”

Doch es war kein Traum! Es hatte begonnen. Ich war auf MEINEM Weg. Wo er mich wohl hinführen wird? Wir werden sehen.

Jürgen Tesch, Jahrgang 1963, lebt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Ulrike in Ringsheim, einem kleinen Ort am Rande des Schwarzwalds, einer Landschaft, die er sehr liebt und in der er immer wieder Ruhe und Inspiration findet. Nach einer längeren Auszeit Ende der 1990er-Jahre ging er es in seinem Beruf als Speditionskaufmann zunächst etwas ruhiger an, bis er im Februar 2011 endgültig den Entschluss fasste, sich als Autor selbstständig zu machen. Heute widmet er sich ganz dem Leben, dem persönlichen Wachstum, der Liebe und dem Schreiben.
Seine Gedanken und Erkenntnisse teilt er mit seinen Leserinnen und Lesern auf der Internetseite http://www.leben-lernen-lieben.de

Dabei hält er sich an das Motto Joseph Conrads: “Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.”

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Hannelore Weißelberg

Hallo Andrè,

diese Idee ist wundervoll. Ich bin ganz begeistert, werde mich natürlich auch an meine Herzmomente erinnern und demnächst schreiben, aber will Dir hiermit zu der Idee zunächst ganz herzlich gratulieren.

Alleine dadurch, dass ich auf die Herzmomente aufmerksam gemacht worden bin, hat bei mir die Erinnerung wunderbare Gefühle geweckt. Vielen Dank.

Es wird sicher etwas ganz Besonderes, wenn man in einem Buch nur wunderschöne Erlebnisse vieler Menschen lesen kann..

Ich wünsche einen herrlichen und erfolgreichen Tag
Hannelore

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Silvia Pittwehn

Hallo, auch ich habe ein schönes und für mich sehr tiefbewegenes Erlebnis gehabt.

Ich habe vor zwei Jahren immer wieder die Engel um ein Zeichen gebeten. Ich wollte sie einmal sehen, wahrnehmen oder was auch immer. Doch nie geschah etwas, bis zu diesem einem Tag. Es war ein später Nachmittag gewesen und ich hatte mich auf meine Chouch zurück gezogen und einen Krimi angeschaut.

Mitten im spannensten Moment vernahm ich eine Stimme die mir sagte: “Schau mal raus aus dem Fenster.” Ich natürlich dachte, jetzt spinnste und wollte weiter den Krimi schauen. Aber immer wieder kam dieser Satz und immer mehr mit Nachdruck. Ich stand dann doch auf und ging auf den Balkon. Da war der Himmel so extrem rot, so etwas hatte ich noch nicht gesehen. Ich schnappte mir kurzer Hand mein Handy und wollte ein Foto machen, als sich dieses rot in ein wunderschönes Gelb verwandelte.

Mir liefen die Tränen vor Rührung in die Augen. Endlich zeigten sich mir die Engel. Noch heute bin ich den Engeln so unendlich dankbar dafür.

Reply
Ulrike

Ein Moment, der mich wirklich berührt hat:

Ich arbeite in einem Alten-und Pflegeheim mit vielen dementiell erkrankten Menschen. Für die, die sich darunter wenig vortsellen können: Demenz bedeutet eine Störung der kognitiven (geistigen) Fähigkeiten des Gehirns , angefangen von Merkfähigkeit, Orientierung, Urteilsvermögen …noch viel mehr gehört dazu, aber das nur nebenbei…Jedenfalls ist eine “normale” Kommunikation mit diesen Menschen sehr häufig nicht mehr möglich…manche Menschen würden sagen:”Die redet nur Blödsinn….”.

Einen Morgen kam eine Bewohnerin in den Bereich unseres Speisesaals, in dem ich die stärker hilfsbedürftigen Menschen betreue, ich gab ihr die Hand und begrüßte sie mit Namen und diese Dame, die schon in einem späten Stadium der Demenz ist, begrüßte mich ebenfalls mit einem “Hallo” und dann sah sie mich aufmerksam an und sagte dann”Geben Sie bloß nicht Ihren Beruf auf, Sie sind hier genau richtig….”

Diesen Moment werde ich nie vergessen und er hilft mir, wenn ich manchmal von gewissen Dingen in meinem Arbeitsumfeld genervt und frustriert bin.

Viele Grüße
Ulrike

Reply
Andreas

Hallo Andre,

ich bin Andreas aus Bonn und finde deine Idee super hier ist eine Herzmomentsache die mich sehr berührt hat:

Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. “Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!”

Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: “Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass. Ich denke immer noch an diese Worte … sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust dazu habe. Sätze, wie z.B. “Eines Tages …” oder “An einem dieser Tage …” sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden.

Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und enge Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.

Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind. Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich “an einem dieser Tage” in Verbindung hätte setzen wollen.

Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich “an einem dieser Tage” schreiben wollte. Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe. Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist … jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.

Erhältst Du diese Botschaft, dann gibt es jemanden, der dir Gutes will und Du Deinerseits Leute hast, die dir teuer sind. Bist du aber zu beschäftigt, Dir ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um diese Botschaft an andere zu verschicken und Du Dir sagst: “An einem dieser Tage.” – morgen ist lange hin, vielleicht wirst du es nie tun …

Lieben Gruß aus Bonn

Andreas

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Iman

Hallo Andre

ich muß sagen das ich tiefe Dankbarkeit empfinde für das was ich mit dem lieben Gott ereicht habe. Ohne diese Hilfe hätte ich aufgegeben. Auch für die schweren Zeiten in meinem leben, denn dadurch bin ich Gott näher gekommen und habe so eine innere Reife entwickelt.

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Theresia Friesinger

Ich nenne Herzensmomente bevorzugt auch Sternenmomente, weil ich dann das Gefühl habe, die Schwerelosigkeit der Sterne zu spüren. Einen solchen Moment hatte ich vor genau zwei Jahren in meinem Auto.

Ich hatte es satt, ständig andere Menschen, die nicht so wollten, wie ich es wollte, innerlich in Karantäne zu jagen. Ich hatte es satt, andere gedanklich “umzubringen”. Ich hatte es satt, neidisch und misstrauisch zu sein. Ich wollte frei von der Anerkennung durch andere werden und verspürte einen starken inneren Drang, diese oft unbewusst wirkenden Reaktionsmuster loszuwerden.

Heute weiß ich, dass dieser innere Drang in uns spürbar sein muss, damit wir in uns diese Veränderungsenergie aufbringen können. Ich wollte endlich ich selbst sein. Nach einigen Selbstfindungsfragen und ehrlichen Antworten, stellte ich fest, dass ich deshalb so bin, wie ich bin, weil ich für diese Welt nicht genügte. Das war meine Kernschwingung aus der ich reagierte und agierte.

Kaum erkannt, war es tatsächlich so, wie bei einem neuen Computerprogramm, dass erst hochgeladen werden muss, bis es funktioniert. Ich sagte mir bewusst: “Nein – so nicht mehr! – Ich GENÜGE für immer”. Die innere Schwere fiel von mir cm für cm ab und ich fühlte plötzlich ein anderes neues und leichtes Gefühl cm für cm aufsteigen. Ich fuhr zwar Auto, aber ich fühlte mich schwerelos. Ich fühlte zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich voll und ganz genüge, so wie ich bin. Es war einfach nur wunderschön. Dafür Worte zu finden, wäre vermessen.

Nachdem das neue Umdeutungsprogramm wie durch Zaubermagie installiert war, fühlte ich mich “Kilos” leichter und ich wusste, dass ich dieses leichte, prickelnde und freie energetische Gefühl nie mehr hergeben werde. Und so ist es immer noch. Es ist in mir und keiner kann es mir wegnehmen. Dieses Gefühl zu genügen, nenne ich Innere Freiheit. Innere Freiheit ist für mich, dass ich in jedem Augenblick weiß, was ich fühle und brauche und mutig genug bin, es auch zu sagen oder um Hilfe zu bitten.

Nur wer innerlich frei ist, kann für andere Menschen da sein, wenn diese Hilfe brauchen. Innere Freiheit ist für mich auch der Freiraum, den ich zwischen einem Angriff und einer Reaktion habe. Diesen Freiraum zu trainieren, war für mich ebenso eine bewusste und sehr lohnenswerte Entscheidung. Dieser innerer Freiraum nenne ich auch: In Resonanz sein mit der Inneren Sonne. Jeder hat diese Innere Sonne in seinem Bedürfniskern. Das Problem ist nur, dass ein Angst- oder Verzweiflungsgürtel oft drum herum geschnürt ist, und wir unsere Innere Sonne nicht zum Leuchten bringen können.

Weil dieses Gefühl so einmalig war und ich das Wesen der Menschheit dadurch erkannt habe, habe ich selbst ein Buch über Glücksverhinderungsmuster verfasst, die dieses wunderschöne innere Wesen verstecken, weil wir es so gelernt haben. Wir können aber umlernen. Das ist die gute Botschaft und Inhalt meiner beiden Bücher, die, wie sollte es auch anders sein: “Innere Freiheit – Eine Entscheidung.” heißen. Ich habe mich dafür entschieden und mich selbst in die Verantwortung gezogen, dieses Gefühl nie mehr zu vergessen. In dieser Inneren Freiheit ist das innere Glück mitsamt den vielfältigen Potenzialen und Ressourcen verborgen.

Lasst die Innere Sonne nach außen strahlen oder wie André mantramäßig so schön immer formuliert: Lasst das Sönnchen raus! Es ist in uns und will nach außen strahlen. Wir entscheiden in radikaler Selbstverantwortung und Selbstakzeptanz, ob die Innere Sonne scheinen darf oder ob wir Ihr das Licht durch unseren Schmerz- oder Angstgrütel ausknipsen.

Den Gürtel einfach mal lockerer schnaller, damit die ersten Sonnenstrahlen durchblicken können und Ihr eine Ahnung bekommt, von der Kraft Eurer Inneren Sonne, bzw. von der Kraft Eurer Inneren Freiheit. Das war meine Geschichte, die für mich Geschichte geschrieben hat. Das ist alles und doch so viel und es ist ebenso ein schönes Gefühl, diese Geschichte mit der Welt zu teilen.

Danke André, dass Du es möglich machst.

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Ute

Mein größter Herzmoment war der Augenblick, als ich nach einer Kernspinuntersuchung erfahren habe, dass mein Hirntumor weg ist.

Er war gutartig; aber an einer “saublöden” Stelle. Ich hatte ein Jahr lang jeden Tag in Selbsthypnose den Tumor als schwarzen Punkt visualisiert und ihn dann mit Licht und Liebe gefüllt – nach dem Motto, wo Licht und Liebe sind, kann kein “böses” Gewebe sein. Ich hatte eingesehen, dass der Tumor eine “Botschaft” für mich hatte. In dem Moment, als ich dieser Krankheit mit Wertschätzung und Dankbarkeit begegnet bin, konnte der Tumor “gehen”.

Dieser Glücksmoment war einfach unbeschreiblich! An diesem Tag habe ich fast jeden Mensch umarmt, der mir in die Quere kam. ) Auf dem Heimweg kam mir eine junge Frau entgegen – unsere Blicke trafen sich und sie sah, wie glücklich ich war. Sie zögerte nur ganz kurz, da habe ich meine Arme geöffnet und sie spontan gedrückt.

Ich sagte ihr, was ich gerade erfahren hatte und wir haben beide Freudentränen geweint. Das war uinglaublich! Mit einer wildfremden Frau habe ich “das Leben gefeiert”. Seit diesem Tag bin ich dankbar für jede Kleinigkeit im Alltag, für jeden schönen Moment, jedes liebe Wort, jeden Atemzug! Dankbar zu leben.

Ute S.

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Judith

Es war ein sonniger Tag und ein Paar rief mich an, mit der Bitte um eine freie Trauung, möglichst kurzfristig.

Ich sagte sofort zu, fuhr zum Vorgespräch und dann stellte sich raus, der Bräutigam würde wohl nicht mehr lange Leben – sagten seine Ärzte, aber sein größter Wunsch war, seine Frau noch einmal zu heiraten.

Das organisierten wir, die besten Freunde kamen, wir suchten den herrlichsten Spätsommertag aus, Schmetterlinge flogen und der Bräutigam sagte aus vollem Herzen laut: Ja, ich will!

Und die Freudentränen kullerten bei allen, die dabei waren.

Ein moment voller Glück und der Spruch: Wenn wir jemanden lieben, stehen wir mit einem Fuß im Märchen und mit dem andern am Abgrund war ganz deutlich erfahrbar.

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Lutz Ziehe

Ich habe mich wohl gefühlt, als mir heutnacht die Idee zu folgender Mail kam:
Datum: 27. Sep 2011 07:34

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Blumenengel

Die Blume stirbt in dieser Welt der Mängel,
Ihr schönes Kleid, es fällt herab zu Staub –
Doch jede Blume wahret ihren Engel,
Der nimmer wird des Todes Raub.

Drum, was uns in den Kindern Flora’s freut,
Ist nicht allein ihr Gold- und Silberkleid –
Dies ist ihr Engel, der in stiller Pracht
Aus ihren Augen uns entgegen lacht.

Ferdinand Stolle 2isRTplu1808 zu Dresden

“…everything you get helps…” R.M.

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