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Was tun bei Angst?

Was tun bei Angst?

Mein Freund Heiko war wieder in Bonn – und wir haben uns bei einer leckeren Tasse Milchkaffee spontan dazu entschlossen einen kurzen Podcast zu machen..

Viel Spaß damit!

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Es gibt Dinge, auf die wir uns besser vorbereiten können, damit sie uns weniger Angst machen: Die Prüfung in der Uni, das Vorstellungsgespräch, die Präsentation, die wir halten müssen. Das sind alles Dinge, bei denen wir mit Vorbereitung unsere Angst schon etwas in den Griff bekommen können.

Sehr hilfreich bei Angst ist es auch, sich einfach klar zu machen, dass niemand – und ich betone noch einmal niemand! – als Meister angefangen hat. Alle Menschen, die es zu einer Meisterschaft in etwas gebracht haben, haben als ziemliche Katastrophe angefangen.

Wir alle fangen als Katastrophen an – und das ist völlig okay. Niemand ist perfekt – und egal auf welchem Level wir starten, es ist völlig okay. Dieser Anspruch perfekt zu sein – ohne trainieren zu dürfen – ist totaler Schwachsinn. Es macht keinen Sinn – es setzt Menschen unnötig unter Druck – und verhindert den wirklichen Erfolg.

Denn wenn Du von Anfang an den Anspruch hast, perfekt sein zu wollen, dann wirst Du enttäuscht werden… Du wirst große Mißerfolge erleben, denn rate mal was: Du wirst nicht über Nacht perfekt in einer Sache. All diese Dinge erfordern Zeit und Übung. Und das ist auch völlig okay!! Ehrlich!! Wenn wir erwarten, von Anfang an ein Virtuose auf dem Klavier zu sein – obwohl wir das erste mal davor sitzen, dann werden wir einen großen Mißerfolg erleben.

Und Mißerfolg zieht dann noch mehr Mißerfolg an. Wir denken wir wären nicht gut genug – „schaffen das ja nie“ und geben auf… doch wenn wir uns klar machen, dass wir ja grade erst anfangen, und dass es schon ein riesiger Erfolg ist, die Finger einzeln bewegen zu können (und nicht alle gleichzeitig), dann werden wir Vertrauen in uns fassen. Wir gewöhnen uns an den Erfolg.

Dieser Erfolg zieht dann – tadaaa! – noch mehr Erfolg an. So dass wir immer weiter wachsen, lernen können – um zu den Meistern zu werden, die uns stecken. Denn auch wenn Du den Meister in Dir noch nicht entdeckt hast – so kannst Du Dir sicher sein, dass etwas Training und Übung ihn ins Licht bringen werden!

Was also tun bei Angst? Mach Dir einfach klar, dass es okay ist, noch nicht perfekt zu sein. Mache Dir bewußt, dass es okay ist, auf die Nase zu fallen. Wie oft bist Du hingefallen, als Du laufen gelernt hast? Frag mal Deine Eltern – und vielleicht gibt es auch noch unbewusste Erinnerungen in Dir… Du bist sehr sehr sehr sehr oft hingefallen…

Was hast Du da getan? Hast Du gesagt oder gedacht: „Ach nee, das schaff ich ja nie! Ich gebe auf! Dieses Laufen wird ohnehin überbewertet. Ich bin bis jetzt ja auch mit Krabbeln ganz gut klar gekommen. Ich bin wahrscheinlich nicht zum Laufen geboren, sonst würde ich es ja schon können…“

Nein, Du bist einfach immer wieder aufgestanden. Immer wieder. Und immer wieder. Und mit jedem Aufstehen ist Dein Stand etwas fester geworden. Mit jedem Aufstehen konnten Deine Schritte sicherer werden. Einfach nur immer wieder aufstehen. Jedes mal.

Auch wenn die Angst kommt, selbst wenn Du auf die Nase fällst, wenn Du die eine Prüfung vergeigst, wenn Du das Vorstellungsgespräch versägst – wenn Deine Präsentation eine Katastrophe ist: Steh auf, lerne aus der Situation, entwickle Dich weiter und dann mach den nächsten Versuch. Du kannst das so lange tun, bis Du es wirklich kannst – wie beim Laufen lernen. So lange tun, bis Du es kannst. Denn Du kannst alles lernen. Es braucht nur Zeit und Übung. Du kannst alles lernen, denn der Meister ist schon in Dir. Er wartet nur auf sein Training. Er wartet darauf, dass Du ihn zum Licht bringst.

Damit kannst Du anfangen, heute!

Oder kurz gesagt: „Screw it, let’s do it!“

Hab ein wundervolles Wochenende

Dein André

Teilen und freuen! :-)
André Loibl
 

Gründer von changenow.de & Autor des Buchs "Glücklich sein". Experte für mehr Energie, Lebensfreude, Sönnchen reinlassen und hüpfen. :-)

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Wasserfrau

Hallo Andre,
vielen Dank dir, dass DU dir die Zeit genommen hast!
Es ist bewunderswert, was du weitergibst, nun das ist unsere Aufgabe, Menschen aufzurüttelteln, dass es manchmal nur ein kleiner Schritt zur Seite ist, oder der berühmte Blick von Oben, einem Berg oder einem Turm den wir bestiegen haben, es funktioniert am Besten ohne Lift, der uns alles Wesentliche wichtig erscheinen läßt! Früher als Kinder war uns doch die Mühe auch nicht groß, als wir auf einen Baum geklettert sind und wir waren einfach zufrieden, glücklich mit uns, in uns!
Hab einen hüpfigen Tag! Gruß von Lisa

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Moni67

Hi André,

ich finde diese Motivation, genau wie Deine anderen, „Superklasse“! Es macht immer wieder Laune zu lesen und motiviert schlicht und ergreifend zum weitermachen. Witzig ist, das es irgendwie immer zum Zeitpunkt passt. Du bist wirklich schon meisterhaft :)!

Danke, ich freu mich auf Dich und Deine weiteren Ideen und Eingebungen!

LG Moni

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André Loibl

Guten Morgen, Tim!

Ich freue mich, dass der Podcast Dir gefallen hat! Geniesse Deinen Tag!

Liebe Grüße,

André

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Tim

Ein sehr schöner Podcast. Der hat mich heute wieder richtig aufgebaut

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