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Aktives Zuhören: 7 Tipps

7 Tipps für aktives Zuhören

Egal ob im beruflichen oder privaten Bereich: Aktives Zuhören ist eine Fähigkeit, die jeder haben sollte – und die auch jeder mühelos trainieren kann. Vielleicht kennst Du das ja auch?

– Du diskutierst mit jemandem und Deine Gedanken fangen an, abzuschweifen
– Oder Du erinnerst Dich an etwas, das Du noch dringend erledigen musst
– vielleicht gefällt Dir die Meinung der Person, mit der Du sprichst, auch nicht. Deswegen überlegst Du schon, was Du antworten kannst, ohne dem anderen bis zum Schluß zu folgen und ihm wirklich zu zu hören
– oder Du hast den Gedanken: „Jaja, ich weiß, was Du sagen willst.“ und hörst nicht bis zum Ende zu.

aktives-zuhoerenAll diese Dinge sind nicht grade förderlich für eine gute Kommunikation. Deswegen macht es Sinn, Deinem Gegenüber durch aktives Zuhören zu zeigen, dass es Dich wirklich interessiert, was er sagt. Umgekehrt wünscht Du Dir doch auch, dass die Menschen Dir zuhören, oder?!

Um aktives Zuhören zu üben, kannst Du die folgenden 7 Tipps anwenden. Denk jedoch immer daran, dass dies nur Hilfsmittel sind, Deinen Geist hier zu halten. Denn wirklich aktives Zuhören geht auch mit wirklichem Interesse einher. Dein Gegenüber merkt sehr schnell, wenn Du nur eine Technik anwendest, aber mit Deinem Geist trotzdem nicht da bist. Das ist dann übrigens eine doppelte Beleidigung: Nicht nur, dass Du nicht zuhörst – Du beleidigst auch die Intelligenz Deines Gegenübers. Also nimm diese Tipps als das, was sie sind: Hilfsmittel, um aktives Zuhören zu üben. Vor allem sei neugierig und interessiere Dich wirklich für das, was Dein Gesprächspartner Dir zu sagen hat!

Allright, hier geht's los!

Tipp 1: Halte Deinen Geist offen

Vermeide es schon Schlußfolgerungen zu ziehen oder Dein Urteil zu fällen, bevor Dein Gegenüber überhaupt fertig ist. Sei neugierig und lausche mit offenem Geist. Im Zen gibt es die schöne Formulierung des „Anfänger-Geists“. Höre so zu als würdest Du es das erste mal hören. Halte Deinen Geist frei und offen.

Tipp 2: Schau Deinem Gesprächspartner in die Augen

Für aktives Zuhören ist es wichtig, einen gewissen Augenkontakt zu halten. Natürlich sollst Du Deinen Gegenüber nicht pausenlos anstarren, doch signaliere ihm auch mit den Augen, dass Du bei ihm bist – und nicht bei dem Bild hinter seiner linken Schulter.

Tipp 3: Entspanne Deinen Körper

Achte auch auf Deine Körpersprache. Entspann Dich! Öffne verschränkte Arme und/oder Beine und stell das nervöse Klopfen mit Deinem Kuli ein. Neige stattdessen Deinen Körper etwas in Richtung Deines Gesprächspartners. Es ist auch völlig okay zu nicken – oder sogar zu lächeln, wenn es angebracht ist! Denk dran, dass diese Dinge nur funktionieren, wenn Du sie natürlich tust. Unnatürliches Grinsen wirkt gruselig!

Tipp 4: Versuch die Kernausage zu fassen und bemühe Dich, wirklich zu verstehen

Höre aufmerksam zu und versuche die Kernaussage Deines Gesprächspartners zu erfassen. Wenn Dir zum Beispiel jemand die Gründe erklärt, warum ein großes Projekt sich verzögern wird, dann höre genau zu. Höre Dir jeden Grund ganz genau an.

P.S.: An diesem Punkt Deinem Gesprächspartner lautstark unterbrechen und in die Luft gehen, geht übrigens überhaupt nicht! Höre ihm zuerst zu. Höre zu. Wenn er fertig ist, dann bist Du dran – aber erst dann. Also einatmen, ausatmen – und zuhören!

Tipp 5: Wiederhole das Gesagte mit Deinen eigenen Worten

Das zeigt Deinem Gegenüber, dass Du ihn verstanden hast – und es gibt ihm die Möglichkeit, eventuelle Mißverständnisse noch auszuräumen. „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann ist der Hauptgrund für die Verzögerung die Veränderung im Design.“ Das ist nicht schwer – das kannst Du auch! Höre zu und versuche die Kernaussage zu erfassen und formuliere sie in Deinen Worten.

Tipp 6: Stelle Fragen

Mit Fragen kannst Du Dein Verständnis vertiefen – und es wird Dir dabei helfen, noch mehr Informationen zu bekommen. Der alte Spruch „Wer fragt, der führt.“ ist übrigens immer noch gültig! „Warum war das Design nicht passend?“ „Was wird es kosten, das Design zu verändern?“

Tipp 7: Denk nach!

Bevor Du wie aus der Maschinenpistole geschossen Deinem Gegenüber Deine Argumente um die Ohren hauen willst – atme erst mal tief durch – und lass das sacken, was Dein Gegenüber gesagt hat. Denke nach, bevor Du antwortest. Gib Deinem Gegenüber die Wertschätzung, die er verdient und denke wirklich nach über das, was er gesagt hat. Dann anworte.

Das Hauptgeheimnis für aktives Zuhören liegt in Deinem wirklichen Interesse an Deinem Gegenüber und dem, was er / sie sagt. Lerne, Deinen Geist wirklich frei und offen zu halten – dann ist aktives Zuhören für Dich bald schon zur Natur geworden. Denn es wird Deine natürliche Art sein, zu zu hören. Bis dahin nutze diese Tipps, um zu üben, Deinen Geist offen zu halten!

Viel Spaß beim aktiven Zuhören! Und sei gespannt, was Du jetzt alles Interessantes hören wirst!

Alles Liebe

André

Fotocredit:

Pixelio

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André Loibl
 

Gründer von changenow.de & Autor des Buchs „Glücklich sein“. Experte für mehr Energie, Lebensfreude, Sönnchen reinlassen und hüpfen. :-)